Kein Rekordsieg für Zverev: Halbfinal-Aus bei den BMW Open in München
Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier von München die historische Chance auf einen Rekordsieg verpasst. Der beste deutsche Tennisspieler ist im Halbfinale gegen den Italiener Flavio Cobolli chancenlos ausgeschieden. Damit bleibt ihm der vierte Titel in der bayerischen Landeshauptstadt verwehrt, der ihn zum alleinigen Rekordchampion gemacht hätte.
Dominante Vorstellung des italienischen Gegners
Vor 6.500 Zuschauern auf dem Center Court der BMW Open unterlag Zverev dem famos aufspielenden Cobolli mit 3:6, 3:6. Der Weltranglistendritte fand gegen den Davis-Cup-Sieger aus Italien kein wirksames Mittel. Der 23-jährige Italiener aus Florenz überragte bereits im ersten Satz mit beeindruckenden 20 Winner-Schlägen, während Zverev nur fünf gelangen. Beim vorentscheidenden Break zum 3:1 zermürbte Cobolli seinen deutschen Rivalen mit zwei präzisen Stoppbällen.
Zverevs Vorahnung bewahrheitet sich
„Er ist ein junger Spieler, der auch sehr, sehr wild sein kann“, hatte Zverev vor der Partie prognostiziert. „Wenn er gut spielt, kann er sehr, sehr gut spielen.“ Diese Einschätzung bewies Cobolli eindrucksvoll. Im zweiten Satz nahm er Zverev direkt den Aufschlag im ersten Spiel ab und später erneut zum 5:2. Obwohl der Italiener, der 2025 das ATP-500-Turnier in Hamburg gewonnen hatte, danach noch das Re-Break kassierte, konnte er nach nur 69 Minuten Spielzeit jubeln.
Emotionale Momente nach dem Sieg
Nach seinem Coup nahm Cobolli zunächst weinend auf der Bank Platz. Im Anschluss erzählte er, dass am Freitag ein guter Freund von ihm gestorben sei. Der an Nummer vier gesetzte Profi trifft im Endspiel am Sonntag auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Vorjahresfinalist Ben Shelton aus den USA und dem slowakischen Qualifikanten Alex Molcan.
Zverevs enttäuschende Halbfinal-Bilanz
Für Alexander Zverev bedeutet diese Niederlage die fünfte Halbfinalniederlage in diesem Jahr auf der ATP-Tour – eine Bilanz, die keinem anderen Profi gelungen ist. Der gebürtige Hamburger hatte den auf Weltranglistenplatz 16 geführten Cobolli in den bisherigen zwei Duellen jeweils bezwungen, unter anderem im Vorjahr bei den French Open. Beim Sandplatzevent in München war er diesmal jedoch chancenlos.
Nächster Anlauf beim Masters in Madrid
Zverev muss weiter auf sein erstes Endspiel in diesem Kalenderjahr warten. Nach dem Halbfinal-Aus bei den Australian Open gegen Carlos Alcaraz und Niederlagen gegen Weltranglistenersten Jannik Sinner bei den drei Masters-Events in Indian Wells, Miami und Monte-Carlo, geht es in der nächsten Woche beim Masters von Madrid weiter. Dort wird der deutsche Tennisstar einen neuen Anlauf nehmen, um seine Form zu finden und endlich wieder ein Finale zu erreichen.



