Hübner und die Kirsche auf der Torte: Lüneburgs Volleyballer wollen Berlin vom Thron stoßen
Hübner: Lüneburgs Volleyballer wollen Berlin vom Thron stoßen

Hübner und die Kirsche auf der Torte: Lüneburgs Volleyballer wollen Berlin vom Thron stoßen

Pokalsieger SVG Lüneburg nimmt im Titelrennen der Volleyball-Bundesliga der Männer Anlauf – die Chance, den Serienmeister Berlin Recycling Volleys nach neun Meisterschaften in Folge zu stoßen, scheint so groß wie nie zuvor. Als Tabellenführer starten die Lüneburger von der Pole Position aus in die Playoffs und träumen nach dem ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte sogar vom Double.

Die Konditorei des Erfolgs

In seiner ganz persönlichen Konditorei, irgendwo im Norden Deutschlands, bastelt Trainer Stefan Hübner bereits seit Jahren akribisch am süßen Erfolg. „Es ist – auch wenn es vielleicht blöd klingt – wie wenn man eine Torte backt und diese am Ende mit dem letzten Finish abrundet“, erklärt der 50-Jährige, wenn er auf seinen langen Weg bis zum erhofften ersten Meistertitel mit den Volleyballern der SVG Lüneburg blickt. Die bislang erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte könnten er und sein Team nun mit der sprichwörtlichen Kirsche garnieren.

Heiß auf mehr

„Die Jungs sind heiß darauf“, erzählt Hübner im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst. „Aber es kommen noch viele Aufgaben auf uns zu.“ Die erste davon wartet ab Samstag im Viertelfinale, dann trifft die SVG in der Best-of-three-Serie auf die WWK Volleys Herrsching. „Kein einfacher Gegner“, wie Hübner betont. Dass seine Mannschaft es an guten Tagen jedoch mit so ziemlich jedem aufnehmen kann, hat sie in dieser Saison schon mehrfach unter Beweis gestellt – auch gegen den Serienmeister Berlin.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Gelassene Erwartungshaltung

Die gestiegene Erwartungshaltung nimmt Hübner gelassen hin. „Die Leute glauben mehr daran, das tut auf jeden Fall gut“, sagt der Trainer, gleichzeitig wisse das Team, dass man durch Platz eins mit Blick auf die Meisterschaft „noch nichts erreicht“ habe. Doch der erste Schritt ist gemacht – und das feiert man in Lüneburg neuerdings mit sogenannten „Zwischenstandspartys“. Das seien „keine ausufernden Feiern, sondern einfach kleine Gelegenheiten, bei denen wir auch kleine Erfolge würdigen“, erklärt Hübner.

Langer Weg zum Erfolg

Seit der Bundesliga-Premierensaison der SVG im Jahr 2014 prägt der einstige Nationalspieler den Verein. Der konstante Aufstieg der vergangenen Jahre mündete im März im ersten Titel seit der Klub-Gründung. Im Moment des Pokalsiegs habe sich „alles explosionsartig entladen“, die Feier sei „kurz und intensiv“ gewesen, berichtet Hübner, der auch den langjährigen Prozess zu schätzen weiß. Denn der Weg und damit das „Fundament“ seiner Torte sei „genauso viel wert wie der Erfolg an sich“.

Doch der Hunger ist noch nicht gestillt – im Gegenteil: „Das macht allen Lust auf mehr.“ Mit dieser Einstellung starten die Lüneburger in die entscheidende Phase der Saison, bereit, die Berliner Dominanz in der Volleyball-Bundesliga herauszufordern und vielleicht sogar zu beenden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration