Berliner Volleyballer scheitern in der Champions League
Die Berlin Recycling Volleys haben ihr Ziel, die Play-off-Runde der Volleyball-Champions League zu erreichen, klar verfehlt. Am sechsten und letzten Spieltag der Gruppenphase unterlag der deutsche Rekordmeister dem italienischen Titelverteidiger SSM Perugia in der heimischen Max-Schmeling-Halle deutlich mit 0:3 (17:25, 18:25, 20:25). Ein einziger Satzgewinn hätte den Berlinern bereits zum Weiterkommen gereicht, doch das Team von Interimsduo Alexandre Leal und Markus Steuerwald fand keine Mittel gegen die überlegene italienische Mannschaft.
Spanier verdrängen Berlin noch auf Rang drei
Durch die Niederlage rutschten die Recycling Volleys in der abschließenden Gruppenwertung noch von Platz zwei auf Rang drei ab. Der spanische Verein Guaguas Las Palmas sicherte sich durch einen Fünf-Satz-Sieg im Parallelspiel und ein knapp besseres Satzverhältnis den zweiten Platz. Zwar qualifiziert sich normalerweise auch der beste Dritte aller Vorrundengruppen für die Play-offs, doch im Laufe des Abends wurde Berlin auch von dieser Position verdrängt. Damit ist das Aus in der höchsten europäischen Spielklasse besiegelt.
Lüneburgs Aus bereits vorher besiegelt
Für den zweiten deutschen Vertreter in der Champions League, die SVG Lüneburg, stand das Scheitern bereits vor dem letzten Spieltag fest. Der Bundesliga-Tabellenführer unterlag beim polnischen Top-Klub Warta Zawiercie, der von Ex-Männer-Bundestrainer Michal Winiarski betreut wird, zum Abschluss ebenfalls klar mit 0:3 (20:25, 17:25, 22:25). Trotz der Niederlage beendete die Mannschaft von Stefan Hübner die Gruppenphase auf Rang drei.
Weiterer Weg im CEV-Cup
Für beide deutschen Teams bedeutet das Ausscheiden in der Champions League nicht das Ende der internationalen Saison. Sowohl die Berlin Recycling Volleys als auch die SVG Lüneburg qualifizieren sich automatisch für den CEV-Cup, die zweithöchste europäische Spielklasse. Alle verbleibenden Gruppendritten der Champions League erhalten dort einen Startplatz. Die Viertelfinals des CEV-Cups finden bereits in den ersten März-Wochen statt und bieten den deutschen Vereinen somit die Chance, auf internationaler Bühne weiterhin Erfahrungen zu sammeln und um Titel zu kämpfen.
Die deutliche Niederlage gegen Perugia unterstreicht die Dominanz italienischer Volleyball-Teams auf europäischer Ebene. Für die Berliner bleibt die Enttäuschung über das verpasste Weiterkommen groß, doch der Fokus kann sich nun auf die Bundesliga und den CEV-Cup richten, wo das Team seine Stärken erneut unter Beweis stellen möchte.



