Volleys nach Champions-League-Aus: Luft wird dünn - Fokus auf CEV Cup und Meisterschaft
Volleys nach CL-Aus: Luft wird dünn - Fokus auf CEV Cup

Volleys nach Champions-League-Aus: Die Luft wird dünn in Berlin

Die Ernüchterung bei den BR Volleys war nach dem glatten 0:3 gegen den italienischen Titelverteidiger Perugia deutlich spürbar. Vor 8.553 begeisterten Fans in der Max-Schmeling-Halle fehlte den Berlinern am Ende nur ein einziger Satzgewinn oder Punkt zum Weiterkommen in der Königsklasse des europäischen Volleyballs.

Krage-Brewitz: "Wir müssen besser spielen"

Mittelblocker und Nationalspieler Florian Krage-Brewitz brachte die Situation auf den Punkt: "Langsam wird die Luft dünn. Wir müssen anfangen, besser zu spielen", sagte er nach der deutlichen Niederlage. "In der Liga funktioniert es, aber international merkt man dann doch, dass wir regelmäßig an unsere Grenzen kommen." Gegen Perugia, das aktuell als bestes Clubteam der Welt gilt, zeigten die Berliner zwar phasenweise gute Ansätze, konnten aber nicht über die gesamte Spielzeit mithalten.

Europäischer Trostpreis: Der Weg im CEV Cup

Auf europäischer Ebene geht es für die Hauptstädter dennoch weiter - wenn auch nicht in der Champions League, sondern eine Stufe darunter im CEV Cup. "Es ist nicht so, dass das ein zweitklassiger Wettbewerb ist. Es ist ein hochklassiger Wettbewerb, top besetzt", betonte Geschäftsführer Kaweh Niroomand bereits vor der Auslosung. Nun wartet mit Gas Sales Bluenergy Piacenza erneut ein italienischer Hochkaräter auf die Volleys. Das Hinspiel findet am 4. März in Berlin statt, eine Woche später folgt das Rückspiel in Italien.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die Probleme der Berliner Volleys

Die Saison verläuft für die Volleys nicht wie geplant:

  • Bereits im Pokal ausgeschieden
  • Zum zweiten Mal in Folge das Champions-League-Viertelfinale verpasst
  • Viele Verletzungen belasten das Team
  • Finanzielle Möglichkeiten begrenzen die internationale Konkurrenzfähigkeit

Krage-Brewitz analysierte: "Es ist kein Drama, dass man gegen Perugia verliert. Aber es ist natürlich ärgerlich, hier dann doch relativ deutlich zu verlieren. Vor allem, weil wir phasenweise mithalten konnten, aber dann unsere leichten Fehler wieder dazugekommen sind."

Letzte Chance: Die deutsche Meisterschaft

Niroomand machte deutlich: "Die Saison ist nicht so, wie wir uns vorgestellt haben. Es bleibt jetzt nur noch die Meisterschaft." Doch auch die Titelverteidigung auf nationaler Ebene wird zur Herausforderung. Konkurrent Lüneburg führt weiterhin die Tabelle an und dürfte mit großem Selbstvertrauen in die Playoffs gehen.

Bereits im Januar hatten die Volleys auf den enttäuschenden Saisonverlauf reagiert und sich von Trainer Joel Banks getrennt. Mit Interimscoach Alexandre Leal, dem bisherigen Assistenten, will Niroomand nun aber bis zum Saisonende weitermachen. "Wir werden sicherlich unsere Schlüsse daraus ziehen", versprach der Geschäftsführer nach dem Champions-League-Aus.

Die Berliner Volleys stehen an einem Wendepunkt ihrer Saison. Während die großen europäischen Träume geplatzt sind, konzentriert sich das Team nun auf zwei verbliebene Ziele: Den Erfolg im CEV Cup und die Verteidigung der deutschen Meisterschaft - beides keine leichten Aufgaben angesichts der aktuellen Form und der personellen Probleme.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration