Spannung im Gesamtweltcup: Aicher erhöht Druck auf Shiffrin
Die deutsche Skirennfahrerin Emma Aicher hat im Kampf um den Gesamtweltcup den Rückstand auf die führende Mikaela Shiffrin deutlich verkürzt. Beim Riesenslalom im schwedischen Are belegte Aicher den vierten Platz, während die amerikanische Spitzenreiterin nach einem Fahrfehler im ersten Lauf nur auf Rang fünf kam. Dadurch schrumpfte der Punkteabstand zwischen den beiden Kontrahentinnen um weitere fünf Zähler – Aicher liegt nun nur noch 120 Punkte hinter Shiffrin.
Fünf Rennen entscheiden über den Weltcup-Sieg
Inklusive des Slaloms am Sonntag stehen in der laufenden Saison noch fünf Rennen aus, die über den Sieg im Gesamtweltcup entscheiden werden. Der Kampf um die begehrte Kristallkugel bleibt damit völlig offen und verspricht bis zum Saisonfinale höchste Spannung. Besonders in den Speed-Disziplinen könnte die vielseitige Allrounderin Aicher ihre technisch versierte Konkurrentin noch überholen und die Saison krönen.
Die 22-jährige Deutsche hatte bereits in dieser Wintersaison mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht, darunter zwei Silbermedaillen bei den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo. Ihre konstante Leistungsfähigkeit macht sie zu einer ernsthaften Herausforderin für die etablierte Weltspitze.
Riesenslalom in Are: Scheib siegt, Shiffrin begrenzt Schaden
Im Riesenslalom von Are zeigte Aicher eine solide Fahrt und ging mit einer guten Ausgangsposition in den zweiten Lauf. Die Österreicherin Julia Scheib war jedoch nicht zu schlagen und sicherte sich nicht nur den Tagessieg, sondern auch den Sieg in der Riesenslalom-Disziplinenwertung dieser Saison.
Für Mikaela Shiffrin verlief der Wettkampf weniger optimal: Ein Fahrfehler im ersten Lauf kostete sie im letzten Abschnitt fast drei Sekunden. Dennoch gelang der Amerikanerin im zweiten Durchgang noch etwas Schadensbegrenzung, um wichtige Weltcup-Punkte zu retten.
Für die weiteren deutschen Starterinnen verlief das Rennen weniger erfolgreich: Lena Dürr fiel im zweiten Lauf zurück und belegte nur Platz 26, Jessica Hilzinger wurde 34., und Fabiana Dorigo stürzte und verpasste das Finale komplett.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Emma Aicher ihre Aufholjagd fortsetzen und den Gesamtweltcup noch für sich entscheiden kann. Mit nur 120 Punkten Rückstand und fünf verbleibenden Rennen bleibt alles möglich im Kampf um die größte Trophäe des Ski-Alpin-Sports.



