Emma Aicher triumphiert in Andorra: Souveräner Super-G-Sieg und Kristallkugel-Chance
Aicher siegt in Andorra und peilt Kristallkugeln an

Emma Aicher feiert überlegenen Super-G-Sieg in Soldeu

Die deutsche Skirennfahrerin Emma Aicher hat beim Weltcup in Soldeu, Andorra, einen beeindruckenden Sieg im Super-G errungen. Die 22-jährige Athletin, die bereits zwei Olympia-Medaillen in dieser Saison gewann, setzte sich mit einem Vorsprung von 0,88 Sekunden vor Alice Robinson aus Neuseeland durch. Die Schweizerin Corinne Suter komplettierte das Podest als Dritte, während Kira Weidle-Winkelmann als zweitbeste Starterin des Deutschen Skiverbands (DSV) den siebten Platz belegte.

Fast fehlerfreie Fahrt mit mutiger Linie

Nach einem vierten Platz in der Abfahrt am Vortag zeigte Aicher eine nahezu perfekte Leistung auf der Piste. Trotz ihrer eigenen Einschätzung, dass sie nicht voll durchgezogen habe, überzeugte sie mit einer mutigen Linienwahl und hoher Konsequenz. In einem Interview mit der ARD kommentierte sie: „Ich finde jetzt nicht, dass es voll durchgezogen war. Ich habe mir während der Fahrt gedacht: Ein bisschen konsequenter fahren! Aber vielleicht hat es ja ganz gut gepasst.“ Diese Bescheidenheit täuscht nicht über ihre dominante Vorstellung hinweg, die ihren fünften Weltcup-Sieg und den dritten in diesem Winter markierte.

Chancen auf zwei Kristallkugeln bleiben lebendig

Durch diesen souveränen Erfolg hat Aicher ihre Ambitionen auf den Gewinn der Disziplinen-Gesamtwertung im Super-G weiter gestärkt. Als Drittplatzierte in der aktuellen Rangliste liegt sie nur 96 Punkte hinter der führenden Sofia Goggia aus Italien, die in Soldeu die Top fünf verpasste. Am kommenden Sonntag bietet sich in Andorra mit einem weiteren Super-G der Frauen die nächste Gelegenheit, Punkte gutzumachen und die Lücke zu schließen.

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Neben dem Super-G hat Aicher auch in der Abfahrt ausgezeichnete Aussichten auf eine kleine Kristallkugel. Als Zweitplatzierte in dieser Disziplin hat sie lediglich 94 Punkte Rückstand auf Lindsey Vonn, die aufgrund einer schweren Verletzung nach den Olympischen Spielen in Cortina für den Rest der Saison ausfällt. Dieser Umstand könnte Aichers Position in der Abfahrtswertung zusätzlich begünstigen.

Olympia-Erfolge als Fundament für Weltcup-Kampf

Aichers jüngste Triumphe bauen auf ihren Erfolgen bei den Winterspielen in Cortina auf, wo sie Silber in der Abfahrt und in der Team-Kombination an der Seite von Weidle-Winkelmann holte. Diese Medaillen haben nicht nur ihr Selbstvertrauen gestärkt, sondern auch ihre Form in der laufenden Saison konsolidiert. Mit Siegen in St. Moritz im Dezember und Tarvisio im Januar hat sie bereits bewiesen, dass sie zu den weltweit besten Skirennfahrerinnen zählt.

Die kommenden Rennen werden entscheidend sein, ob Aicher ihre Chancen auf zwei Kristallkugeln realisieren kann. Ihre konstante Leistungsfähigkeit und mentale Stärke machen sie zu einer ernstzunehmenden Konkurrentin in der Weltcup-Gesamtwertung. Fans und Experten blicken gespannt auf die weiteren Wettkämpfe, in denen die deutsche Ski-Ass weiterhin für Furore sorgen könnte.

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