Enttäuschung für Emma Aicher: Abfahrts-Kristallkugel geht an Laura Pirovano
Für Emma Aicher endete das alpine Saisonfinale in Kvitfjell mit einer herben Enttäuschung. Die deutsche Skirennfahrerin verpasste bei der letzten Abfahrt der Saison nicht nur einen Podestplatz, sondern auch den Gewinn der begehrten Disziplin-Kristallkugel. Stattdessen jubelte Italienerin Laura Pirovano, die nicht nur das Rennen gewann, sondern damit auch den größten Erfolg ihrer Karriere feierte.
Pirovanos Triumph und Aichers verpasste Chance
Emma Aicher, die bislang eine starke Saison mit zwei Olympiamedaillen und neun Weltcup-Podestplätzen hingelegt hatte, benötigte in Kvitfjell 28 Punkte auf Pirovano, um die Abfahrts-Gesamtwertung für sich zu entscheiden. Am Ende betrug der Rückstand jedoch 83 Punkte. "Ich habe vor dem Wochenende gesagt, dass alles, was passiert, nur noch ein Bonus ist", kommentierte die 22-Jährige ihre Enttäuschung im ZDF.
Laura Pirovano, die in ihrer Karriere zuvor nie auf dem Podest gestanden hatte, gewann die letzten drei Abfahrten der Saison und sicherte sich damit verdient die Kristallkugel. "Sie hat die letzten drei Abfahrten gewonnen, dann ist es so was von verdient, wenn man die Kugel gewinnt", räumte Aicher fair ein.
Weitere deutsche Enttäuschungen und historischer Kontext
Neben Aichers verpasstem Triumph gab es weitere enttäuschende Momente für das deutsche Team. Kira Weidle-Winkelmann verpasste mit nur 0,25 Sekunden Rückstand ihren ersten Weltcupsieg und landete auf Platz drei hinter Olympiasiegerin Breezy Johnson. "Ziemlich bitter", kommentierte Weidle-Winkelmann sowohl ihr eigenes Rennen als auch den verpassten Kugel-Coup ihrer Teamkollegin.
Damit setzt sich das deutsche Warten auf eine Disziplin-Kristallkugel fort. Zuletzt hatte Riesenslalom-Spezialistin Viktoria Rebensburg im Jahr 2018 einen solchen Pokal gewonnen.
Auswirkungen auf die Gesamtwertung
Die enttäuschende Platzierung in Kvitfjell hat auch Konsequenzen für Aichers Chancen auf die große Kristallkugel in der Gesamtwertung. Die deutsche Athletin konnte nicht wie erhofft an die führende Mikaela Shiffrin heranrücken, die auf einen Start in der Abfahrt verzichtet hatte. Shiffrin führt weiterhin mit 95 Punkten Vorsprung.
Die Entscheidung im Kampf um die Gesamtwertung fällt in den kommenden Tagen, wenn am Sonntag der Super-G und am Dienstag sowie Mittwoch die technischen Disziplinen Slalom und Riesenslalom auf dem Programm stehen. In diesen Events gilt US-Star Shiffrin als klare Favoritin.



