Lawinenunglück in Südtirol: Mehrere Skifahrer verschüttet - Großeinsatz der Bergwacht
Lawine in Südtirol: Mehrere Skifahrer verschüttet

Lawinenunglück in Südtirol: Mehrere Skifahrer verschüttet

In den italienischen Alpen hat sich ein schweres Lawinenunglück ereignet. Eine große Lawine ging an der mehr als 2.600 Meter hohen Hohen Ferse nahe Ratschings in Südtirol nieder und erfasste mehrere Skifahrer. Die italienische Bergwacht ist mit einem Großeinsatz vor Ort, bei dem auch mehrere Hubschrauber zum Einsatz kommen.

Bis zu zehn Personen könnten verschüttet sein

Nach Angaben der Rettungskräfte löste sich die Lawine in hochalpinem Gelände gegen Mittag auf einer Höhe von etwa 2.300 Metern. Es wird befürchtet, dass unter den Schneemassen bis zu zehn Skifahrer begraben sein könnten. Die genaue Zahl der Betroffenen ist noch unklar, ebenso ob es Opfer gibt. Mehrere Krankenhäuser in der Umgebung wurden in Alarmbereitschaft versetzt, darunter auch die Klinik im österreichischen Innsbruck.

Ungewöhnlich viele Lawinenopfer in dieser Wintersaison

Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie von Lawinenunglücken in den Alpen ein. Seit Anfang Oktober sind in Europas Gebirgen bereits mindestens 125 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen. Laut dem European Avalanche Warning Service (EAWS) verzeichnete Italien mit 32 Todesopfern die höchste Zahl, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). In Deutschland gab es bislang keine Todesfälle.

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Klimawandel als möglicher Grund für erhöhte Lawinengefahr

Experten nennen den Klimawandel als einen der Gründe für die erhöhte Lawinengefahr. Durch höhere Temperaturen verändern sich die traditionellen saisonalen Rhythmen, was zu weniger festem Schnee führt. Zudem gebe es stärkere Winde, die gefährlichen „Treibschnee“ ansammeln lassen. Besonders betroffen sind Regionen im südlichen Teil der Alpen, wie Italien. Ein weiterer Faktor ist die zunehmende Beliebtheit von Skitouren und Abfahrten außerhalb der präparierten Pisten.

Die Rettungsdienste sind weiterhin im Großeinsatz, um die verschütteten Skifahrer zu bergen. Die Situation bleibt angespannt, während die Bergwacht mit Hochdruck arbeitet, um mögliche Überlebende zu finden und die genauen Umstände des Unglücks aufzuklären.

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