Iran-Krieg: Neuer Angriff auf Atomanlage Natans - IAEA warnt vor Atomunfall
Iran-Krieg: Angriff auf Atomanlage Natans - IAEA warnt

Erneuter Angriff auf iranische Atomanlage Natans im Kriegsgeschehen

Im anhaltenden Iran-Krieg hat Teheran einen weiteren Angriff auf seine unterirdische Urananreicherungsanlage Natans gemeldet. Nach iranischen Angaben wurden bisher keine erhöhten Strahlungswerte festgestellt. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien rief die Kriegsparteien umgehend zur militärischen Zurückhaltung auf, um jedes Risiko eines Atomunfalls zu vermeiden. IAEA-Chef Rafael Grossi betonte diese Forderung auf der Online-Plattform X.

Strategische Bedeutung der Anlage und bisherige Angriffe

Die Atomanlage Natans südlich der Hauptstadt Teheran gilt als zentraler Bestandteil des iranischen Atomprogramms. Bereits im Juni 2025 waren die Anlagen in Natans durch amerikanisch-israelische Bombardements stark beschädigt worden. Kurz nach Beginn der aktuellen Offensive bestätigte die IAEA neue Schäden an den Eingangsgebäuden. Die Technologie zur Urananreicherung kann sowohl für Reaktorbrennstoff als auch für Atomwaffen genutzt werden.

Die USA und Israel verfolgen klare Kriegsziele: Washington will verhindern, dass der Iran jemals Atomwaffen besitzt, während Jerusalem das iranische Atom- und Raketenprogramm als größte existenzielle Bedrohung betrachtet. Iranische Politiker hatten in der Vergangenheit wiederholt mit der Vernichtung des jüdischen Staates gedroht, wobei Teheran stets bestreitet, Atomwaffen zu entwickeln.

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Iranischer Raketenangriff auf abgelegenen US-Stützpunkt

Erstmals feuerte Teheran ballistische Raketen auf den abgelegenen US-britischen Stützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens wurden zwei Raketen abgeschossen, von denen laut Berichten des Wall Street Journal und CNN keine die Basis traf. Eine Rakete versagte während des Fluges, die zweite wurde abgefangen.

Der Stützpunkt liegt etwa 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste – doppelt so weit wie die bisher offiziell bestätigte Reichweite des iranischen Raketenarsenals. Mit solchen Mittelstreckenraketen könnte der Iran theoretisch auch europäische Städte erreichen.

Eskalation der militärischen Aktionen

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz kündigte eine weitere Verstärkung der Angriffe im Iran an. Ziele seien die iranische Führung und ihre Infrastruktur. Katz erklärte, man sei entschlossen, den Kampf fortzusetzen, „seine Kommandeure zu enthaupten und seine strategischen Fähigkeiten zu zerstören – bis jede Sicherheitsbedrohung für den Staat Israel und die Interessen der USA in der Region beseitigt ist“.

US-Präsident Donald Trump erwägt hingegen, die Angriffe zurückzufahren, da die Vereinigten Staaten kurz davor stünden, ihre Kriegsziele zu erreichen. Gleichzeitig verlegen die USA Tausende weitere Soldaten in die Region. Trump kritisierte Nato-Verbündete scharf als „Feiglinge“ wegen ausbleibender Hilfe bei der Sicherung des Öltransports durch die Straße von Hormus.

Weitere Entwicklungen und regionale Auswirkungen

Der Befehlshaber des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Brad Cooper, berichtete, dass unter den angegriffenen Zielen 130 iranische Schiffe seien. Dies sei die größte Zerschlagung einer Marine innerhalb von drei Wochen seit dem Zweiten Weltkrieg.

Der Iran zeigte sich weiter kämpferisch. Der Geheimdienst der Revolutionsgarden analysierte die „verwundbaren Punkte des Feindes“ und bereitet eine neue Angriffswelle mit moderneren Systemen vor. In der Nacht und am Morgen gab es Raketenangriffe aus dem Iran auf Israel, bei denen Streumunition eingesetzt wurde. Die israelische Armee griff daraufhin Ziele im Iran und im Libanon an.

Wegen der angespannten Sicherheitslage verlegte die Nato Personal einer Irak-Mission nach Europa, darunter deutsche Soldaten. Rund 200 Bundeswehrsoldaten verbleiben jedoch in der Region für andere Missionen.

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