Olympia-Drama: Annika Morgan verpasst Big-Air-Finale um Haaresbreite
Annika Morgan verpasst Olympia-Finale dramatisch

Deutsche Snowboard-Hoffnung verpasst Olympia-Finale denkbar knapp

Bei den Olympischen Winterspielen in Norditalien hat die deutsche Snowboarderin Annika Morgan das Finale im Big Air auf dramatische Weise verpasst. Die 23-jährige Athletin aus Garmisch-Partenkirchen belegte in der Vorausscheidung im Livigno Snow Park mit 152,75 Punkten den 13. Platz und verfehlte damit die Qualifikation für die Medaillenentscheidung der besten zwölf Athletinnen am Dienstag (19.30 Uhr, ARD und Eurosport) um lediglich 0,75 Punkte.

Sturz im entscheidenden dritten Durchgang

Nach einem soliden ersten Durchgang mit 67,75 Punkten zeigte Morgan in ihrem zweiten Lauf ihr ganzes Können und erreichte 85,00 Punkte. Im finalen dritten Run stürzte die Deutsche jedoch und musste im Live-Ranking zusehen, wie sie immer weiter nach unten durchgereicht wurde. Die Qualifikation gewann die Neuseeländerin Zoi Sadowski Synnott, die bei den Spielen in Peking die Silbermedaille gewonnen hatte, mit 172,25 Punkten.

Schwieriger Weg nach Handverletzung

Morgan hatte um ihre Olympia-Teilnahme bangen müssen, nachdem sie sich im Dezember im Training den dritten Mittelhandknochen gebrochen hatte. Bei den Slopestyle-Wettbewerben der Laax Open in der Schweiz nutzte sie Mitte Januar ihre einzige Chance, die geforderte Qualifikationsnorm zu knacken. Bei ihrem Olympia-Debüt in Peking hatte die Garmisch-Partenkirchenerin noch das Finale erreicht und wurde damals Zehnte.

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Weitere Chancen für deutsche Snowboarder

In Livigno wird Annika Morgan noch im Slopestyle an den Start gehen. Die Qualifikation in dieser Disziplin findet am 16. Februar statt, am Tag darauf werden die Medaillen vergeben. Bereits am Donnerstag war bei den Männern Noah Vicktor vom WSV Bischofswiesen in der Big-Air-Qualifikation nach zwei Stürzen als 30. und Letzter gescheitert. Auch er tritt noch im Slopestyle an und hofft auf eine bessere Platzierung.

Die deutschen Snowboard-Fans müssen sich nun gedulden, ob ihre Hoffnungsträger in der zweiten Disziplin die Wende schaffen können. Die knappe Niederlage von Annika Morgan zeigt jedoch, wie kompetitiv das Feld bei diesen Olympischen Winterspielen ist und wie klein die Unterschiede zwischen Erfolg und Enttäuschung sein können.

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