Drama im Riesengebirge: Betrunkener Skifahrer verursacht schweren Unfall mit Snowboard-Talent
Im tschechischen Wintersportort Špindlerův Mlýn hat sich am Dienstag ein folgenschwerer Unfall ereignet, der die Snowboard-Welt erschüttert. Die erst 16-jährige bulgarische Top-Athletin Malena Zamfirova wurde bei einer Kollision mit einem mutmaßlich betrunkenen Skifahrer schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich gegen 15 Uhr am Ende der schwarzen Piste „Pláně“ im Skigebiet des Riesengebirges, wo sich Zamfirova mit ihrem Team auf den Weltcup vorbereitete.
Zwei Hubschrauber im Großeinsatz für die Verletzten
Nach Angaben der tschechischen Bergrettung stießen die Snowboarderin und der Skifahrer im unteren Bereich der Abfahrt zusammen, in einer flachen Zone nahe der Talstation. Diese Zone gilt eigentlich als Sicherheitsbereich, in dem sich häufig Kinder und Urlauber aufhalten. Beide Beteiligten erlitten so schwere Verletzungen, dass sofort zwei Rettungshubschrauber angefordert werden mussten.
Malena Zamfirova, die erst zwei Tage zuvor am 1. März 2026 noch im Weltcup in Polen an den Start gegangen war, erlitt bei dem Aufprall mehrere Frakturen sowie eine Gehirnerschütterung. Die junge Athletin musste in einer Klinik in Hradec Králové mehrfach notoperiert werden, um ihren Zustand zu stabilisieren. Noch am selben Abend wurde sie laut bulgarischem Skiverband mit einem Spezialtransport zur weiteren Behandlung nach Österreich verlegt.
Betrunkener Tourist als Verursacher
Der bulgarische Skiverband spricht in einer ersten Stellungnahme von einem „betrunkenen Touristen“, der die 16-Jährige von hinten gerammt habe. Der beteiligte Skifahrer zog sich seinerseits Verletzungen im Brust-, Rücken- und Bauchbereich zu und wurde ebenfalls per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die genauen Umstände des Unfalls werden derzeit von den tschechischen Behörden untersucht.
Die Verletzung der jungen Snowboarderin, die zu Bulgariens größten Talenten im alpinen Snowboard zählt, hat die Sportgemeinschaft in Aufregung versetzt. Zamfirova hatte sich gerade in der Weltcup-Saison etabliert und galt als vielversprechende Nachwuchsathletin. Der Unfall in einer vermeintlichen Sicherheitszone wirft zudem Fragen zum Schutz von Sportlern und Urlaubern auf den Pisten auf.



