Biathlon-Weltcup nach Olympia: Marlene Fichtner glänzt, deutsche Konkurrenz bleibt schwach
Biathlon nach Olympia: Fichtner glänzt, Rest schwach

Deutsche Biathletin überzeugt nach Olympia-Aus

Die Durststrecke der deutschen Biathlon-Stars setzt sich auch nach den Olympischen Winterspielen fort. Beim ersten Weltcup-Rennen nach den Spielen in Italien gab es erneut keinen Platz auf dem Podest für das deutsche Team. Die beste Platzierung beim Frauen-Einzel in Kontiolahti in Finnland erzielte Marlene Fichtner mit einem starken fünften Rang.

Fichtner bleibt fehlerfrei und erreicht Karrierebestleistung

Die 22-jährige Marlene Fichtner, die für Olympia nicht nominiert worden war, blieb bei allen vier Schießeinlagen ohne Fehler und erreichte damit das beste Ergebnis ihrer bisherigen Karriere. Auf der Loipe fühlte sie sich ebenfalls gut und konnte ihre Leistung konsequent abrufen.

Fichtner zeigte sich nach dem Rennen im ZDF überwältigt: „Ich kann es noch gar nicht fassen. Ich habe einfach versucht, Schuss für Schuss alles abzuarbeiten. Auf der Strecke habe ich mich auch gut gefühlt. Ich freue mich enorm, mich hier zu zeigen.“

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Deutsche Konkurrenz kämpft mit Schießproblemen

Für die anderen deutschen Biathletinnen verlief das Rennen weniger erfolgreich. Vor allem am Schießstand konnten sie nicht überzeugen:

  • Janina Hettich-Walz (29) verpasste ihre zweite Weltcup-Medaille knapp. Nach drei fehlerfreien Anschlägen leistete sie sich beim Stehendschießen zwei Fehler und kam als Neunte ins Ziel.
  • Hettich-Walz analysierte ihr Rennen: „Langsam ist es eine Kopfsache. Dieses Jahr habe ich es im letzten Schießen oft aus der Hand gegeben. Das hat sich so ein bisschen im Kopf festgesetzt.“
  • Selina Grotian (21) mit drei Fehlern belegte Platz 20
  • Vanessa Voigt (28) mit drei Fehlern erreichte Rang 25
  • Julia Tannheimer (20) mit vier Fehlern landete auf Platz 28

Internationale Konkurrenz dominiert das Rennen

Der Sieg in Finnland ging an die schwedische Biathletin Elvira Öberg (27), die vor ihrer Schwester Hanna Öberg (30) ins Ziel kam. Die Slowakin Paulína Bátovská Fialková (33) komplettierte das Podest als Dritte.

Die Olympiasiegerin Julia Simon (29) aus Frankreich wurde Zehnte, während die Führende im Gesamt-Weltcup, Lou Jeanmonnot (27), mit vier Fehlern nur Platz 35 erreichte.

Olympia-Frust setzt sich fort

Die enttäuschende Medaillenausbeute bei den Olympischen Spielen setzt sich damit im Weltcup fort. In Italien hatte das deutsche Biathlon-Team nur eine Bronzemedaille in der Mixed-Staffel gewonnen. Die aktuelle Weltcup-Station in Kontiolahti zeigt, dass die deutschen Athletinnen weiterhin mit Formschwankungen und mentalen Herausforderungen zu kämpfen haben.

Während Marlene Fichtner mit ihrer starken Leistung Hoffnung für die Zukunft macht, müssen die etablierten deutschen Biathletinnen ihre Schießleistung und mentale Stärke deutlich verbessern, um wieder Anschluss an die internationale Spitze zu finden.

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