Überraschungs-Bronze für deutsche Langläuferinnen bei Olympischen Winterspielen
Bei den Olympischen Winterspielen in Italien haben die deutschen Langläuferinnen Laura Gimmler und Coletta Rydzek eine sensationelle Bronzemedaille im Team Sprint errungen. Mit einem starken Schlussspurt sicherte sich Rydzek im Finale in Tesero noch den dritten Platz und sorgte damit für die erste Edelmetall-Ausbeute des deutschen Langlauf-Teams bei diesen Spielen.
Emotionaler Moment im Zielbereich
Weinend empfing Johannes Rydzek seine Schwester Coletta nach dem überraschenden Erfolg. „Als sie an der Gruppe dran war, habe ich gedacht: Das reicht. Ich weiß, wie schnell sie auf der Zielgeraden ist“, sagte der sichtlich bewegte Bruder. „Das war sehr emotional. Es sind einige Tränen geflossen.“
Die 32-jährige Laura Gimmler und die vier Jahre jüngere Coletta Rydzek mussten sich im spannenden Wettkampf nur den siegreichen Schwedinnen Jonna Sundling und Maja Dahlqvist sowie den zweitplatzierten Schweizerinnen Nadja Kälin und Nadine Fähndrich geschlagen geben.
„Wie ein Ehering, der uns verbindet“
Die Freude der beiden Athletinnen war nach dem Rennen kaum zu bremsen. „Ich habe schon zu Coletta gesagt: Das ist jetzt wie ein Ehering, das verbindet uns für immer“, erklärte Gimmler im ZDF-Interview. „Wir werden ab jetzt alles in vollen Zügen genießen. Das erlebt man nicht so oft im Leben.“
Rydzek ergänzte: „Ich habe kurz heute gar nicht dran geglaubt, es war alles andere als perfekt. Es muss nicht perfekt sein, es muss nur passen. Ich wollte alles rauslassen und ich bin so stolz auf uns beide, dass wir es geschafft haben.“
Erste Medaille nach erfolgreicher Vergangenheit
Für die deutschen Langläuferinnen bedeutet dieser Erfolg die ersehnte erste Medaille bei den Winterspielen in Italien. Vor vier Jahren in China hatten Katharina Hennig Dotzler und Victoria Carl im Team Sprint noch sensationell Gold gewonnen, zudem gab es Silber mit der Staffel der Frauen über 4 x 5 Kilometer.
Die aktuelle Medaille gewannen Gimmler und Rydzek im Team Sprint, bei dem zwei Athletinnen pro Team im Wechsel laufen. Jede Sportlerin absolvierte dabei drei Runden, die jeweils 1,5 Kilometer lang waren. Der spannende Wettkampf endete mit einem überraschenden Schlussspurt von Coletta Rydzek, die sich noch an der Norwegerin Julie Bjervig Drivenes vorbeizog und so die Bronzemedaille sicherte.
Dieser Erfolg markiert einen wichtigen Moment für den deutschen Langlaufsport und zeigt, dass auch nach personellen Veränderungen im Team weiterhin Medaillenchancen bestehen. Die Freude über den unerwarteten Coup war den Athletinnen und ihren Unterstützern deutlich anzusehen.



