Deutsche Skicrosserin feiert goldenen Olympia-Triumph in Livigno
Knapp zwei Wochen vor ihrem 30. Geburtstag hat sich Daniela Maier das größte Geschenk selbst gemacht. Die deutsche Skicrosserin gewann bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Livigno und Bormio die Goldmedaille. Für die 29-Jährige ist es nach Bronze bei den Spielen 2022 in Peking bereits die zweite Olympia-Medaille ihrer Karriere – dieses Mal in der begehrtesten Farbe.
Souveräner Weg zum Sieg
Bereits in den Setzläufen zeigte Maier ihre Topform und Medaillenambitionen deutlich auf. Mit einer Zeit von 1:11,12 Minuten setzte sie die schnellste Marke – noch vor der schwedischen Titelverteidigerin Sandra Näslund, die in Peking Gold gewonnen hatte. Anschließend flog Maier regelrecht durch die K.o.-Runden und dominierte die Konkurrenz vom Achtel- bis zum Halbfinale souverän als Erste.
Im Finale ließ sich die Deutsche ihre Goldmedaille dann nicht mehr nehmen. Sie setzte sich gegen Sandra Näslund, die Schweizerin Fanny Smith und die Französin Marielle Berger Sabbatel durch. Besonders bemerkenswert: Es handelte sich dabei um die erste deutsche Medaille überhaupt bei diesen Olympischen Spielen.
Endlich ohne Komplikationen
Diesmal konnte Maier ihren Triumph direkt und ohne lästiges Jury-Drama feiern. Ganz anders als noch vor vier Jahren in Peking: Damals war sie im Finale als Vierte ins Ziel gerast, hinter Fanny Smith. Die Schweizerin wurde zunächst wegen angeblicher Behinderung von Maier disqualifiziert, wodurch die Deutsche plötzlich auf dem Bronzerang stand.
Nach einer Revision der Jury-Entscheidung war Maier jedoch wieder Vierte. Erst zehn Monate nach dem Rennen entschied der Internationale Sportgerichtshof CAS auf Einspruch des Deutschen Skiverbandes, dass beide Athletinnen Bronze erhalten sollten. Eine wahre Odyssee, die sich diesmal nicht wiederholte.
Deutsche Konkurrenz scheitert früh
Für die drei weiteren deutschen Skicrosserinnen war das Turnier dagegen bereits im Achtelfinale beendet. Luisa Klapprott, Leonie Bachl-Staudinger und Veronika Redder – alle Anfang 20 – wurden in ihren jeweiligen Läufen jeweils Dritte. Da nur die besten zwei Athletinnen jedes Laufes weiterkommen, bedeutete dies das vorzeitige Aus.
Maiers Goldmedaille markiert einen bedeutenden Erfolg für den deutschen Wintersport und unterstreicht ihre Entwicklung zur weltweit führenden Skicross-Athletin. Nach den Turbulenzen von Peking kann sie nun den verdienten Olympiasieg feiern.



