Ära endet: Schlickenrieder gibt Cheftrainer-Posten ab
Eine Ära im deutschen Skilanglauf geht zu Ende. Peter Schlickenrieder (56) legt nach acht Jahren seinen Posten als Cheftrainer der deutschen Langläufer nieder. Der Deutsche Skiverband (DSV) gab diese Personalentscheidung am Montagnachmittag bekannt. Schlickenrieder bleibt dem Verband jedoch erhalten und wird sich künftig voll auf seine Rolle als Sportdirektor konzentrieren, die er seit Mai 2025 parallel zum Cheftraineramt bekleidet hatte.
Michael Bonfert übernimmt als neuer Cheftrainer
Schlickenrieders Nachfolger steht bereits fest: Michael Bonfert (38) wird neuer Cheftrainer. In der DSV-Mitteilung erklärte Schlickenrieder: „Mit Michael Bonfert gewinnen wir einen Cheftrainer, der unsere gemeinsame Ausrichtung der vergangenen Jahre bestens kennt und mit hoher Expertise fortführen wird.“ Bonfert war zuvor bereits im DSV-Trainerstab tätig und soll die erfolgreiche Arbeit fortsetzen.
Schlickenrieders Erfolgsbilanz
Schlickenrieder, der selbst 2002 im Sprint Olympia-Silber in Salt Lake City gewann, übernahm das Amt im April 2018. Zu seinen größten Erfolgen zählen das überraschende Olympia-Gold von Victoria Carl und Katharina Hennig im Teamsprint bei den Winterspielen 2022 in Peking. Zudem gewann die Frauenstaffel unter seiner Führung Silber bei denselben Spielen. Bei den Winterspielen im Februar dieses Jahres in Norditalien sicherten sich Laura Gimmler und Coletta Rydzek Bronze für Deutschland.
DSV strukturiert Trainerteam neu
Der DSV nutzt den Wechsel, um das gesamte Langlauf-Trainerteam neu zu strukturieren. Der Norweger Torstein Dagestad wird neuer Männertrainer, Michael Bittner übernimmt das Frauenteam. Der zweimalige Weltmeister Axel Teichmann wechselt in die Rolle des Head of Performance. Bislang war der 46-Jährige Disziplintrainer der Frauen. Schlickenrieder zeigte sich erfreut über die Verpflichtung von Dagestad: „Besonders freut mich, dass mit Torstein ein junger, hochmotivierter Norweger dazukommt, der zuletzt das Team Swix Hofseth betreut hat und die neue Herausforderung beim DSV mit viel Tatendrang angeht.“



