DSV setzt auf Erfahrung: Bernd Eisenbichler wird erneut Biathlon-Sportdirektor
Eisenbichler kehrt als Biathlon-Sportdirektor zum DSV zurück

Erfahrene Hand kehrt zurück: Eisenbichler übernimmt erneut Biathlon-Sportdirektion beim DSV

Der Deutsche Skiverband (DSV) hat eine wichtige Personalentscheidung getroffen: Bernd Eisenbichler wird erneut Sportdirektor des deutschen Biathlon-Teams. Der 50-Jährige übernimmt die Position ab dem 1. Mai und folgt damit auf Felix Bitterling, der wie bereits im Dezember angekündigt zum Weltverband IBU wechselt. Für Eisenbichler bedeutet dies eine Rückkehr in vertrautes Terrain, hatte er doch bereits von 2019 bis 2022 die Verantwortung für die deutschen Biathletinnen und Biathleten getragen.

Überzeugendes Gesamtkonzept gab den Ausschlag

Laut DSV-Sportvorstand Andreas Schlütter wurden bei der Besetzung dieser Schlüsselposition „zahlreiche Gespräche geführt“. Mehrere Kandidaten seien für die Aufgabe in Betracht gezogen worden, doch letztlich habe das Gesamtkonzept von Eisenbichler am meisten überzeugt. „Seine Ideen, seine Erfahrung im internationalen Biathlon und sein klarer Blick auf die nächsten Entwicklungsschritte haben für uns den Ausschlag gegeben“, erklärte Schlütter die Entscheidung.

Erste Übergabegespräche zwischen dem scheidenden Bitterling und seinem Nachfolger haben bereits stattgefunden. Eisenbichler betonte: „Jetzt geht es darum, gemeinsam mit allen Beteiligten zu prüfen, an welchen Stellen wir weiter nachschärfen müssen, damit wir sowohl in der Weltspitze als auch im Nachwuchsbereich dauerhaft erfolgreich bleiben.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Herausforderung nach olympischem Tiefpunkt

Auf den neuen Sportdirektor wartet eine anspruchsvolle Aufgabe. Nach dem Karriereende von Franziska Preuß fehlt dem Team derzeit eine sportliche Führungsfigur. Die Olympischen Winterspiele im Februar in Italien markierten einen sportlichen Tiefpunkt: Mit nur einer Bronzemedaille erzielte das deutsche Team das schlechteste Ergebnis seit der Wiedervereinigung. Die einst dominierenden deutschen Skijäger haben den Anschluss an Topnationen wie Frankreich und Norwegen verloren – daran ändern auch insgesamt vier vierte Plätze bei Olympia nichts.

DSV-Vorstand Schlütter zeigte sich selbstkritisch: „Wenn man die grundsätzlich positive Entwicklung der vergangenen drei Jahre betrachtet, müssen wir selbstkritisch sagen, dass wir mit dem Verlauf dieses Winters insgesamt nicht zufrieden sein können.“ Gleichzeitig verwies er auf bereits angestoßene positive Prozesse: „Wir sind uns einig, dass in den vergangenen Jahren viele wichtige Prozesse angestoßen wurden, die aus unserer Sicht in die richtige Richtung weisen. Auch wenn ihre Wirkung teilweise noch Zeit braucht.“

Bitterling wechselt zum Weltverband

Felix Bitterling verlässt den DSV nach dieser Saison auf eigenen Wunsch und kehrt zur Internationalen Biathlon Union (IBU) zurück, für die er bereits in der Vergangenheit tätig war. Beim Weltverband übernimmt der Bayer die Leitung einer neu geschaffenen Marketingabteilung. Während seiner Amtszeit als Sportdirektor beim DSV seit April 2022 hatte Bitterling zahlreiche Veränderungen angestoßen, insbesondere in den Bereichen Trainerausbildung und Nachwuchsförderung.

Eisenbichler, der zwischen seinen beiden Amtszeiten beim DSV eine leitende Position in der Sportartikelbranche innehatte, bringt somit sowohl Verbandserfahrung als auch wirtschaftliche Expertise mit. Seine Rückkehr soll dem deutschen Biathlon neuen Schwung verleihen und das Team zurück in die internationale Spitze führen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration