Bernd Eisenbichler kehrt als Sportdirektor zum Deutschen Skiverband zurück
Ein erfahrener Manager kehrt an die Spitze des deutschen Biathlons zurück: Bernd Eisenbichler übernimmt zum 1. Mai 2026 die Position des Sportdirektors beim Deutschen Skiverband (DSV). Der 50-Jährige tritt damit die Nachfolge von Felix Bitterling an, der nach dem Winter zur Internationalen Biathlon Union (IBU) wechselt.
Erfahrung aus früherer Amtszeit soll helfen
Eisenbichler ist dem DSV bestens vertraut. Bereits von 2019 bis 2022 hatte er das Amt des Sportdirektors inne – eine Zeit, in der deutsche Athleten wie Denise Herrmann-Wick und Arnd Peiffer internationale Erfolge feierten. Nach einer vierjährigen Pause, in der er in der Wirtschaft tätig war, kehrt der erfahrene Funktionär nun zurück.
„Es geht jetzt darum, gemeinsam mit allen Beteiligten zu prüfen, an welchen Stellen wir weiter nachschärfen müssen“, erklärte Eisenbichler zu seiner Rückkehr. „Damit wir sowohl in der Weltspitze als auch im Nachwuchsbereich dauerhaft erfolgreich bleiben.“ Mit seinem Vorgänger Bitterling habe er bereits über „zentrale Themen“ gesprochen.
DSV setzt auf Eisenbichlers Konzept
Die Entscheidung für Eisenbichler fiel nach intensiver Prüfung. „Das Gesamtkonzept von Bernd Eisenbichler hat uns am meisten überzeugt“, betonte DSV-Vorstand Andreas Schlüter. „Seine Ideen, seine Erfahrung im internationalen Biathlon und sein klarer Blick auf die nächsten Entwicklungsschritte haben für uns den Ausschlag gegeben.“
Schlüter räumte gleichzeitig ein, dass der zu Ende gehende Winter für den deutschen Biathlon enttäuschend verlaufen sei. „Wenn man die grundsätzlich positive Entwicklung der vergangenen drei Jahre betrachtet, müssen wir selbstkritisch sagen, dass wir mit dem Verlauf dieses Winters insgesamt nicht zufrieden sein können.“
Herausforderung nach Olympia-Enttäuschungen
Eisenbichler übernimmt sein Amt zu einem kritischen Zeitpunkt. Nach den zahlreichen Enttäuschungen bei Olympischen Spielen steht der deutsche Biathlon vor einem umfassenden Erneuerungsprozess. Der Rücktritt von Spitzenathletin Franziska Preuß hat die Situation zusätzlich verschärft.
Laut Schlüter wurden bereits „wichtige Prozesse“ angestoßen, „die aus unserer Sicht in die richtige Richtung weisen. Auch wenn ihre Wirkung teilweise noch Zeit braucht.“ Auf Eisenbichler wartet damit eine anspruchsvolle Aufgabe: Er muss das deutsche Biathlon-Team zurück an die Weltspitze führen und gleichzeitig den Nachwuchs nachhaltig fördern.
Der neue Sportdirektor bringt nicht nur Erfahrung aus seiner früheren DSV-Zeit mit, sondern auch Kenntnisse aus der Wirtschaft. Diese Kombination könnte sich als wertvoll erweisen, um die strukturellen Herausforderungen im deutschen Biathlon zu bewältigen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen.



