Schwerer Ski-Unfall von Ex-Hertha-Boss Michael Preetz in Österreich
Der ehemalige Hertha-Manager und aktuelle Geschäftsführer des MSV Duisburg, Michael Preetz (58), hat bei einem Skiunfall in Österreich schwere Verletzungen erlitten. Der erfahrene Skifahrer stürzte bei einer Abfahrt in Saalbach-Hinterglemm so heftig, dass er sich drei Rippen brach, wobei eine Rippe seine Lunge durchbohrte.
Notarzteinsatz und lebensbedrohliche Verletzungen
Nach dem Unfall wurde Preetz mit dem Notarzt ins Tauernklinikum in Zell am See gebracht, wo Ärzte einen lebensbedrohlichen Lungenkollaps diagnostizierten. Bei dieser Verletzung war ein Lungenflügel komplett zusammengefallen, was eine sofortige medizinische Intervention erforderte.
Am vergangenen Freitag musste ein dringender Eingriff vorgenommen werden: Unter Vollnarkose wurde Preetz ein Schlauch eingeführt, um die Luft zwischen Lunge und Brustwand abzusaugen. Dieser medizinische Notfall-Eingriff soll ermöglichen, dass sich die Lunge wieder entfalten und regenerieren kann.
Preetz schildert den Unfallhergang
Der Manager erklärte den Hergang des Unfalls: „Die Piste war an einer Stelle sehr vereist und ich bin heftig gestürzt, obwohl ich eigentlich ein mehr als passabler Skifahrer bin. Dabei bin ich voll auf die Rippen gekracht.“ Preetz beschreibt die Folgen als äußerst schmerzhaft, besonders beim Husten und Lachen.
Der Verletzte muss nun spezielle Atemübungen durchführen und hat für acht Wochen striktes Sportverbot erhalten. Die Genesung wird voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen, bevor Preetz wieder seinen beruflichen und privaten Verpflichtungen nachgehen kann.
Parallelen zu früheren Verletzungen bei Hertha BSC
Interessanterweise ist ein Lungenkollaps für Preetz keine völlig unbekannte Verletzung. Während seiner Zeit als Hertha-Manager von 2009 bis 2021 hatte Stürmer Davie Selke (31, jetzt bei Istanbul Başakşehir) im Jahr 2018 nach einem Trainingsunfall ebenfalls einen Lungenkollaps erlitten. Selke musste damals operiert werden und pausierte mehrere Wochen.
Aktuelle Prioritäten und berufliche Verpflichtungen
Preetz betont: „Das Wichtigste ist, dass sich meine Lunge wieder voll entfaltet, ich bald den Schlauch loswerde und aus der Klinik kann.“ Trotz der schweren Verletzungen verfolgte er vergangenen Sonntag den 4:2-Sieg des MSV Duisburg gegen den Aufstiegskonkurrenten SC Verl per iPad: „Das Ergebnis beschleunigt meinen Gesundheitsverlauf!“
Solidarität und besondere Unterstützung
Eine besondere Geste der Solidarität zeigt MSV-Mannschaftsarzt Dr. Peter Kaup, der ehrenamtlich für die Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany arbeitet. Er wird Preetz mit einem speziellen Krankentransport in Österreich abholen und sicher zur Familie nach Berlin bringen. Preetz zeigt sich tief bewegt: „Großartig, dass er das mit einem Kollegen für mich macht. Das ist nicht selbstverständlich, ich bin sehr dankbar.“
Verpasste Ehrung und sportliche Rückkehrpläne
Durch den Unfall verpasst Preetz am Mittwoch die Verleihung des Ehrentitels „Bürger des Jahres 2026“, die der Hauptausschuss des Duisburger Karnevals jährlich an Personen vergibt, die sich um Duisburg besonders verdient gemacht haben. Preetz, der bereits 2003 den Verdienstorden des Landes Berlin erhielt, wird stattdessen einen Videogruß senden. Den Preis nimmt dann Duisburgs Marketingleiter Christian Koke entgegen, der gemeinsam mit Preetz zum Gewinner ernannt wurde.
Der Manager plant trotz der schweren Verletzungen eine schnelle Rückkehr: Beim Heimspiel der Zebras am 21. Februar gegen Schweinfurt will Preetz bereits wieder im Stadion sein und sein Team unterstützen. Die Genesung verläuft nach ersten Berichten stabil, doch die medizinische Betreuung bleibt intensiv.



