Felix Loch nach Olympia-Pleite: Zukunft offen, Rückkehr 2030 möglich
Der deutsche Rodel-Star Felix Loch hat nach seiner enttäuschenden Platzierung bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo seine sportliche Zukunft offengelassen. Der 36-jährige Altmeister, der als Mitfavorit nach Italien gereist war, landete nach zwei fehlerhaften Wettkampftagen lediglich auf Rang sechs – ein Ergebnis, das seinen hohen Ansprüchen nicht gerecht wird.
Enttäuschung über verpasste Chance
Obwohl sich Loch aufrichtig über den Olympiasieg seines Teamkollegen Max Langenhan freute, nagte die Enttäuschung über die eigene vergebene Gelegenheit deutlich an ihm. „Platz sechs ist zu wenig für meine Ansprüche“, räumte der zweifache Olympiasieger von 2010 und 2014 ein. Für einen würdevollen Abschied von der olympischen Bühne reiche dieses Resultat möglicherweise nicht aus.
Konkrete Pläne für die kommenden Jahre
Konkret peilt Felix Loch zunächst die Heim-Weltmeisterschaft 2028 am Königssee an. „2028 bei der Heim-WM wollte ich ohnehin dabei sein“, erklärte der erfahrene Rodler. Danach wären die nächsten Winterspiele nicht mehr weit entfernt. Loch betonte, dass sich an seinen langfristigen Zukunftsplänen grundsätzlich nichts geändert habe.
Gesundheit als entscheidender Faktor
Für eine mögliche Rückkehr zu Olympia 2030 in Frankreich nannte Loch klare Bedingungen: „Solange nichts zwickt, solange nichts zwackt und solange ich dort vorne mithalten kann“, sehe er keinen Grund, seinen Schlitten endgültig in die Ecke zu stellen. Der Athlet will seine Karriereentscheidung flexibel von Jahr zu Jahr treffen.
Fokus auf laufende Saison
Zunächst konzentriert sich Loch vollständig auf das Ende der aktuellen Olympiasaison. In den verbleibenden Weltcup-Rennen in St. Moritz und Altenberg geht es für ihn um den Sieg im Gesamtweltcup. Derzeit führt er die Wertung mit einem Punkt Vorsprung vor dem österreichischen Olympiazweiten Jonas Müller. „Ich würde mich natürlich freuen, wenn ich nochmal den Gesamtweltcup holen kann“, sagte Loch. Ein solcher Erfolg könnte die enttäuschende Olympia-Performance versöhnlich abschließen.



