Der deutsche Motorradrennfahrer Jonas Folger kehrt zumindest kurzzeitig in die MotoGP zurück. Der 32-Jährige wird am kommenden Wochenende im französischen Le Mans beim fünften Saisonlauf den kürzlich operierten Stammfahrer des Teams Red Bull KTM Tech3, Maverick Vinales, ersetzen. Folger ist bei dem Team seit 2023 Testfahrer.
„Zunächst einmal wünsche ich Maverick eine schnelle und vollständige Genesung“, ließ sich Folger in einer Mitteilung des Teams vom Montag zitieren: „Persönlich freue ich mich sehr darauf, wieder mit allen Jungs bei Tech3 zusammenzuarbeiten – ich habe eine gemeinsame Vergangenheit mit diesem Team und es wird toll sein, alle wiederzusehen.“
Folger hatte bereits in den Jahren 2017 und 2023 Rennen in der MotoGP bestritten, in der Moto2 und Moto3 konnte er 2015 und 2016 bereits Grand-Prix-Siege feiern. Nun darf er erneut in der Königsklasse ran, weil sich der Spanier Vinales von einer Operation an der linken Schulter erholt.
In Le Mans steht am kommenden Samstag ein Sprint auf dem Programm, der Grand Prix folgt am Sonntag.
Hintergrund zu Folgers Karriere
Jonas Folger, geboren am 13. August 1993 in Mühldorf am Inn, begann seine Motorradkarriere im Alter von sechs Jahren. Nach Erfolgen im ADAC Junior Cup und der IDM stieg er in die Weltmeisterschaft ein. 2015 gewann er in der Moto3-Klasse den Grand Prix von Indianapolis, 2016 folgte ein Sieg in der Moto2 in Barcelona. Sein MotoGP-Debüt gab er 2017 bei Tech3, wo er als bester Neuling den sechsten Gesamtrang erreichte. Nach gesundheitlichen Problemen pausierte er und kehrte 2023 als Testfahrer zurück.
Die Situation bei KTM Tech3
Das Team Red Bull KTM Tech3 hat mit Folger einen erfahrenen Ersatz gefunden, der das Motorrad und die Abläufe kennt. Vinales, der sich einer Schulteroperation unterzogen hat, wird voraussichtlich beim nächsten Rennen in Mugello wieder einsatzbereit sein. Teamchef Hervé Poncharal zeigte sich erleichtert: „Jonas ist die ideale Wahl – er kennt das Team und die Maschine. Wir sind zuversichtlich, dass er eine starke Leistung zeigen wird.“
Das Rennwochenende in Le Mans beginnt am Freitag mit den freien Trainings, am Samstag folgt das Qualifying und der Sprint, bevor am Sonntag der Grand Prix über 27 Runden ausgetragen wird.



