Paralympics-Enttäuschung: Anna-Lena Forster verpasst Gold-Hattrick im Slalom
Forster verpasst Gold-Hattrick bei Paralympics

Paralympics-Enttäuschung für deutsche Hoffnungsträgerin

Die deutschen Paralympics-Hoffnungen haben im Slalom von Cortina d'Ampezzo einen herben Rückschlag erlitten. Monoskifahrerin Anna-Lena Forster, die zuvor bereits Gold in der Abfahrt und im Riesenslalom gewonnen hatte, verpasste in ihrer Lieblingsdisziplin überraschend das Podest und landete auf dem vierten Platz.

Knappes Verfehlen der Bronzemedaille

Die 30-jährige Sportlerin aus Radolfzell lag nach zwei Läufen mit einer Zeit von 1:28,12 Minuten nur acht Hundertstel Sekunden hinter der Bronzemedaille. Die chinesische Athletin Zhang Wenjing sicherte sich mit 0,43 Sekunden Vorsprung vor Forster den Sieg. Silber ging an die Finnin Nette Kiviranta (+0,27), Bronze an die Spanierin Audrey Pascual Seco (+0,35).

Besonders enttäuschend war der erste Lauf, in dem Forster bereits 1,58 Sekunden Rückstand auf die damals führende Pascual Seco hatte. Im entscheidenden zweiten Durchgang konnte die Deutsche wegen eines groben Fehlers im Mittelteil nicht mehr entscheidend aufholen.

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Verpasster Rekord und persönliche Bilanz

Mit diesem Ergebnis verpasste Forster nicht nur ihren dritten Goldmedaillen-Gewinn bei diesen Spielen, sondern auch die Chance, den Rekord von Monoski-Ikone Anna Schaffelhuber einzustellen. Es war erst das zweite Mal seit Anfang 2020, dass sich Forster im Slalom geschlagen geben musste.

Trotz der Enttäuschung im Slalom kann Forster auf eine erfolgreiche Paralympics-Teilnahme zurückblicken. Insgesamt gewann sie drei Medaillen in Cortina: Gold in Abfahrt und Riesenslalom sowie Silber in der Super-Kombination. Damit ist sie weiterhin die einzige Athletin, die für den Deutschen Behindertensportverband (DBS) Goldmedaillen bei diesen Spielen gewonnen hat.

Weitere deutsche Ergebnisse

In der stehenden Klasse belegte die deutsche Fahnenträgerin Andrea Rothfuss in ihrem letzten paralympischen Rennen den siebten Platz. Die Russin Warwara Worontschinkina gewann mit 1:26,95 Minuten ihre zweite Goldmedaille in Cortina.

Anna-Maria Rieder erreichte Rang sechs und verfehlte Bronze um 1,13 Sekunden. In der Klasse der Sehbehinderten belegte die 17-jährige Maya Fügenschuh mit ihrer Guide Johanna Holzmann den zehnten Platz. Der Sieg ging erneut an die österreichische Athletin Veronika Aigner, die ihr viertes Gold bei diesen Spielen gewann.

Forsters Gesamtbilanz bei Paralympischen Winterspielen steht nun bei zwölf Medaillen, darunter sechs Goldmedaillen. Die Enttäuschung über den verpassten Slalom-Hattrick wird jedoch vorerst überwiegen, zumal sie in dieser Disziplin bei den vorherigen Spielen in Pyeongchang 2018 und Peking 2022 jeweils triumphiert hatte.

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