Nach Olympia-Bronze: Hase/Volodin führen WM-Aufgebot in Prag an
Die Saison ist für das erfolgreiche Paarlauf-Duo Minerva Hase und Nikita Volodin nach dem Gewinn der Olympia-Bronzemedaille bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo noch lange nicht beendet. In genau einem Monat geht es für die beiden Berliner Athleten bei der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft in Prag erneut um wertvolle Medaillen und internationale Spitzenplätze.
Erfolgreiche Vergangenheit und hohe Ambitionen
Hase und Volodin, die bei der WM im vergangenen Jahr in Boston die Silbermedaille errangen und ein Jahr zuvor in Montreal bereits Bronze holten, stehen erneut im Fokus der deutschen Hoffnungen. Jens ter Laak, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union, äußerte sich zuversichtlich über die Medaillenchancen des Duos: „Wer bereits zwei WM-Medaillen gewonnen hat, wird natürlich auch bei der kommenden Weltmeisterschaft in Prag eine weitere erringen wollen.“
Weitere deutsche Teilnehmer in Prag
Neben Hase und Volodin wird auch das zweite deutsche Paar Annika Hocke und Robert Kunkel in der tschechischen Hauptstadt antreten. Die beiden belegten bei den Olympischen Winterspielen, die am vergangenen Sonntag mit der Abschlussfeier endeten, einen respektablen zehnten Platz. Im Eistanz gehen die Olympia-Teilnehmer Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan an den Start. Bei den Männern vertritt der 18-jährige Hoffnungsträger Genrikh Gartung die deutschen Farben.
Deutschland erneut ohne Einzelstarterin
In der Frauenkonkurrenz hingegen wird die Deutsche Eislauf-Union wie bereits bei der vergangenen Weltmeisterschaft und auch bei den Olympischen Spielen nicht vertreten sein. Der Verband gab bekannt, dass „eine deutsche Athletin die notwendigen WM-Startvoraussetzungen nicht erfüllen konnte“. Diese Situation unterstreicht die Herausforderungen im deutschen Nachwuchsbereich und wirft Fragen zur zukünftigen Entwicklung in dieser Disziplin auf.
Die Weltmeisterschaft in Prag verspricht somit spannende Wettkämpfe mit deutschen Medaillenhoffnungen im Paarlauf, während gleichzeitig die strukturellen Schwierigkeiten in der Frauenkonkurrenz weiterhin bestehen bleiben.



