Lawinenkatastrophe in Kalifornien: Alle neun Todesopfer nach tagelanger Bergung identifiziert
Kalifornien: Alle neun Lawinenopfer nach Schneesturm geborgen

Lawinenkatastrophe in Kalifornien: Alle neun Todesopfer nach tagelanger Bergung identifiziert

Vier Tage nach einem der folgenschwersten Lawinenunglücke in der Geschichte der USA sind die Leichen aller neun Todesopfer geborgen worden. Es handelt sich um sieben Frauen und zwei Männer im Alter von 30 bis 52 Jahren, darunter drei erfahrene Bergführer, wie das Sheriffbüro im kalifornischen Nevada County am Samstag offiziell mitteilte.

Schneesturm behindert Rettungsaktion massiv

Die Gruppe aus vier Bergführern und elf Gästen befand sich auf dem Rückweg einer dreitägigen geführten Skitour zu den Frog-Lake-Hütten, als sich das etwa hundert Meter lange Schneebrett unerwartet löste. Sechs Personen, darunter ein Bergführer, überlebten den Lawinenabgang und konnten ein Notsignal absetzen. Dutzende Rettungskräfte kämpften sich im heftigen Schneetreiben an die Unglücksstelle durch und erreichten die Überlebenden erst nach mehreren Stunden. Zwei Skitourengänger mussten anschließend im Krankenhaus behandelt werden.

Ein anhaltender Wintersturm mit intensivem Schneefall erschwerte die Bergungsarbeiten erheblich. Die Schneemassen machten den Zugang zur Unglücksstelle nahe Castle Peak im Tahoe National Forest extrem schwierig und gefährlich.

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Brisante Wetterlage mit hoher Lawinengefahr

Die Behörden haben eine umfassende Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände des Unglücks aufzuklären. Wegen der großen Mengen an Neuschnee hatte das Sierra Avalanche Center zuvor explizit vor hoher Lawinengefahr in der Region gewarnt.

In der Gegend gab es in der Vergangenheit bereits mehrfach schwere Lawinenereignisse. Das letzte Unglück dieser Größenordnung liegt allerdings schon Jahrzehnte zurück: Im März 1982 kamen bei einem Lawinenabgang in einem Skiresort im Lake-Tahoe-Gebiet sieben Menschen ums Leben.

Die Rettungsteams arbeiteten unter extremen Bedingungen und setzten sich erheblichen Risiken aus, um die Bergung durchzuführen. Die Identität aller Opfer konnte inzwischen zweifelsfrei festgestellt werden.

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