Katharina Schmid beendet Karriere in Planica: Rekordweltmeisterin sagt emotionalen Abschied
Katharina Schmid beendet Karriere in Planica: Emotionaler Abschied

Emotionaler Abschied einer Skisprung-Legende

Am Samstag schreibt Katharina Schmid im slowenischen Planica das letzte Kapitel ihrer außergewöhnlichen Karriere. Die deutsche Rekordweltmeisterin wird dort ihren finalen Sprung absolvieren, genau an jenem Ort, der zu den bedeutendsten Schauplätzen ihres sportlichen Werdegangs zählt.

Historische Stätte für den letzten Akt

Die Wahl des Austragungsortes für das Karriereende könnte symbolträchtiger kaum sein. In Planica feierte Schmid, damals noch unter ihrem Mädchennamen Althaus, bei der Weltmeisterschaft 2023 ihre größten Triumphe. In vier Wettkämpfen sicherte sie sich dreimal Gold und einmal Bronze und beendete damit ihre Phase als sogenannte "ewige Zweite".

"Planica ist seit der WM ein ganz besonderer Ort – es fühlt sich immer ein bisschen an wie nach Hause zu kommen", beschreibt Schmid die emotionale Verbindung zu dieser Schanze. Nach enttäuschenden Silbermedaillen bei den Olympischen Spielen 2018 und 2022 sowie der WM 2019 im Einzel durchbrach sie hier endgültig ihre mentale Barriere.

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Besondere Premiere zum Abschied

Passend zu Schmids Karriereende dürfen Frauen an diesem Wochenende erstmals auf der riesigen Letalnica-Schanze starten, was dem Ereignis eine zusätzliche historische Dimension verleiht. "Das alles noch einmal genießen zu können, die Freunde und die Familie mit einzupacken und dann meine Karriere gebührend zu beenden – ich freue mich einfach riesig", äußerte sich die Athletin im Vorfeld.

Bereits nach ihrem Goldrausch in Planica hatte Schmid über ein Karriereende nachgedacht. "Für mich steht fest, dass ich eine Familie planen will", erklärte sie damals. Der Aussicht auf das erste Skifliegen für Frauen auf einer "Monsterschanze" verdankt die Sportwelt jedoch zwei weitere Jahre ihrer Präsenz an der Weltspitze.

Letzte Schritte einer Ära

In ihrer finalen Weltcup-Saison blieben die großen Erfolge zwar aus – in Lahti verpasste Schmid zuletzt erstmals seit zehn Jahren einen zweiten Durchgang – doch die Winterspiele in Italien werden ihr dennoch positiv in Erinnerung bleiben. Zusammen mit Eishockey-Star Leon Draisaitl trug sie bei der Eröffnungsfeier die deutsche Fahne, ein besonderer Moment jenseits der Schanze.

Um ihrer fast 15-jährigen Karriere an der Weltspitze einen würdigen Abschluss zu geben, dokumentiert Schmid akribisch jeden letzten Schritt:

  • Die letzte Dopingprobe wird fotografisch festgehalten
  • Der finale Besuch im Fitnessstudio erhält besondere Aufmerksamkeit
  • Die letzte Schanze wird emotional verabschiedet

"Ich will alles aufsaugen", beschreibt die Rekordweltmeisterin ihre Haltung zum finalen Wettkampf. Nach 286 Weltcup-Starts wird der Start am Samstag ihr letzter sein.

Zukunft nach der aktiven Karriere

Nach ihrem Abschied vom aktiven Sport will Schmid dem Skispringen dennoch verbunden bleiben. Mit der bereits erworbenen C-Trainer-Lizenz blickt sie optimistisch in die Zukunft: "Ich kann es mir auf jeden Fall vorstellen, im Nachwuchs tätig zu werden. Das macht mir unglaublich viel Spaß". Nur selbst springen wird die 286-fache Weltcup-Teilnehmerin nach Samstag nicht mehr.

Während die erste Vierschanzentournee in neun Monaten für Schmid leider zu spät kommt, hinterlässt sie dem deutschen Skispringen ein beeindruckendes Erbe und schreibt sich mit ihrem emotionalen Abschied in Planica endgültig in die Geschichtsbücher des Sports ein.

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