Olympiasieger Langenhan klärt Handy-Fauxpas mit Kanzler Merz auf
Der deutsche Rodel-Olympiasieger Max Langenhan hat seinen peinlichen Handy-Fauxpas mit Bundeskanzler Friedrich Merz inzwischen bereinigt. Beim traditionellen Ball des Sports in Frankfurt am Main berichtete der 26-jährige Thüringer von einem versöhnlichen Telefonat mit dem Regierungschef.
Voller Hochachtung entschuldigt
»Für ihn war das gar kein Problem. Wir hatten noch einmal Kontakt, das war sehr schön. Ich habe mich zehnmal voller Hochachtung entschuldigt«, erklärte Langenhan vor den versammelten Sportgrößen. Der Doppel-Olympiasieger, der bei den Winterspielen 2026 in Cortina d'Ampezzo sowohl im Einsitzer als auch mit der Mannschaft Gold gewann, hatte ursprünglich einen Anruf des Kanzlers während der Spiele unbeabsichtigt abgelehnt.
Unbekannte Nummer und Reality-TV-Ablenkung
Der Fauxpas ereignete sich unmittelbar nach Langenhans Triumph im Einsitzer-Wettbewerb. Weil der Sportler die ihm unbekannte Telefonnummer nicht zuordnen konnte und sich gerade ein Gratulationsvideo der Reality-Stars Carmen und Robert Geiss ansah, wischte er den Anruf einfach weg. »Im Nachhinein hat mir das richtig leidgetan«, gestand der Rodler.
Nummer gespeichert – aber mit Bedenken
Mittlerweile hat Langenhan die betreffende Telefonnummer zwar in seinem Handy gespeichert, äußerte jedoch verständliche Bedenken: »Ich bin mir aber sicher, dass es nicht seine eigene ist. Das wäre ja wild vom Datenschutz her. Ich würde aber ohnehin nicht zurückrufen, denn ich denke, er hat gerade ganz viele wichtige Termine. Die gehen vor.«
Der Zwischenfall zeigt die menschliche Seite des Spitzensports, wo auch Olympiasieger zwischen emotionalen Momenten und protokollarischen Pflichten balancieren müssen. Langenhans ehrliche Aufarbeitung des Missgeschicks fand beim Publikum des Ball des Sports großen Anklang.



