Laura Dahlmeier: Vater Andreas blickt auf bewegende Erinnerungen zurück
Im Juli 2025 verstarb die ehemalige Biathletin Laura Dahlmeier tragisch bei einem Bergunfall in Pakistan. Ihre Eltern, Susi und Andreas Dahlmeier, haben nun erstmals ausführlich über ihren Umgang mit dem schmerzhaften Verlust gesprochen. Der vergangene Freitag, der 28. Februar 2026, markierte einen besonderen Moment für die Familie, als in ihrer Heimat Garmisch-Partenkirchen der Kurpark feierlich in "Laura-Dahlmeier-Park" umbenannt wurde.
Ein Ort des Gedenkens und der Begegnung
Die Einweihung des Parks stellt für die Dahlmeiers einen wichtigen Schritt im Trauerprozess dar. Andreas Dahlmeier betont, dass dieser Ort nicht nur der Erinnerung an seine Tochter dienen soll, sondern auch ein Platz des Zusammenkommens und der Freude sein möchte. "Es soll ein Ort des Festes, des Zusammenkommens und der Begegnungen sein", erklärt der Vater im Gespräch mit der Zeitschrift "Bunte". "Das ist eine schöne Sache für uns Eltern, aber auch für den Ort."
Laura Dahlmeier war am 28. Juli 2025 während einer Klettertour in Pakistan durch einen verheerenden Steinschlag ums Leben gekommen. Da ihr Leichnam nicht geborgen werden konnte, fand sie ihre letzte Ruhe am Laila Peak. Ihre Mutter Susi findet Trost in dem Gedanken, dass die ehemalige Spitzensportlerin auf dem "schönsten Friedhof, den es für Laura gibt", bleiben wird.
Gemeinsame Abenteuer und tiefe Verbundenheit
Andreas Dahlmeier, selbst erfahrener Alpinist und Skifahrer, erinnert sich an zahlreiche gemeinsame Touren mit seiner Tochter. Dabei gab es nicht nur glückliche Momente, sondern auch gefährliche Situationen. "Es waren sportliche Ereignisse, die wir zusammen erleben durften, wir sind aber auch schon gemeinsam abgestürzt in den Bergen", berichtet er. "Wir haben also Hochs und Tiefs überwunden, und eine sehr, sehr schöne Zeit miteinander erlebt."
Auf die Frage, ob es etwas gibt, das er seiner Tochter vor ihrem Tod gerne noch gesagt hätte, antwortet Andreas Dahlmeier ehrlich: "Es gibt immer Sachen, bei denen man im Nachhinein sagt, das hätte man vielleicht noch machen und sagen können." Doch statt sich mit hypothetischen Fragen zu belasten, konzentriert er sich auf die wertvollen gemeinsamen Erlebnisse. "Wir haben viele gemeinsame Stunden erleben dürfen", resümiert der Vater.
Die Gestaltung des Erinnerungsortes
Bereits kurz nach dem tödlichen Unfall wurde im Garmischer Kurpark eine erste Erinnerungsstätte für Laura Dahlmeier eingerichtet. Ein Foto und eine an einem Fels angebrachte Tafel erinnerten an die Verstorbene. Besonders berührend ist ein kleiner Stein im Gras, der eine Zeichnung des Laila Peak zeigt und die Inschrift trägt: "Ruhe in Frieden liebe Laura." Diese persönliche Note hätte der ehemaligen Biathletin sicherlich gut gefallen.
Die Umbenennung des Parks und die Einweihungsfeierlichkeiten wurden von der gesamten Familie, einschließlich Bruder Pirmin, gemeinsam begangen. Sie feierten das Leben von Laura als Tochter, Schwester und Freundin und schufen damit einen bleibenden Ort der Erinnerung in ihrer Heimatgemeinde.



