Drama bei Paralympics: Kathrin Marchand bricht nach Schwächeanfall auf Medaillenkurs zusammen
Marchand bricht bei Paralympics auf Medaillenkurs zusammen

Erneuter Rückschlag für deutsche Para-Sportlerin: Marchand muss Rennen aufgeben

Die deutsche Para-Athletin Kathrin Marchand hat bei den Paralympischen Winterspielen in Tesero erneut schweres Pech erlitten. Die 35-jährige Kölnerin, die seit 14 Jahren olympische und paralympische Medaillen anstrebt, lag im Langlaufrennen über 10 Kilometer der stehenden Klasse auf einem sicheren Bronze-Kurs, als sie plötzlich einen Schwächeanfall erlitt.

Medaillentraum endet an der Strecke

Nach fünf Kilometern hatte Marchand bereits einen komfortablen Vorsprung von 23,3 Sekunden auf die Viertplatzierte aufgebaut und schien auf dem besten Weg zu ihrer ersten paralympischen Medaille zu sein. Doch dann kam der dramatische Einbruch: Die Athletin musste sich an den Streckenrand setzen und konnte das Rennen nicht fortsetzen.

„Es ist nichts Ernstes. Der Mannschaftsarzt ist bei ihr. Sie hatte einen Schwächeanfall mit leichtem Schwindel. Deshalb haben wir sie aus dem Rennen genommen“, erklärte Benjamin Schieler, Pressesprecher des deutschen Nordischen Para-Ski-Teams, nach dem Vorfall.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Historische Sportkarriere mit vielen Rückschlägen

Marchands Karriere ist von außergewöhnlichen Leistungen und hartnäckigen Rückschlägen geprägt:

  • Bei den Paralympischen Sommerspielen 2024 in Paris verpasste sie im Mixed-Vierer-Rudern eine Medaille um nur 0,06 Sekunden
  • Erst vor 14 Monaten stand sie zum ersten Mal auf Langlauf-Skiern
  • Vor fünf Jahren erlitt die Athletin einen Schlaganfall
  • Sie ist die erste Frau weltweit, die bei olympischen und paralympischen Sommerspielen sowie paralympischen Winterspielen angetreten ist

Bislang war diese dreifache Teilnahme nur dem Niederländer Jeroen Straathof (53) gelungen. Marchand schreibt mit ihrer Beharrlichkeit und ihrem Willen trotz gesundheitlicher Herausforderungen Sportgeschichte.

Ungewisse Zukunft nach erneutem Aus

Nach dem gestrigen Klassik-Sprint, bei dem Marchand den vierten Platz belegte und nur 1,9 Sekunden hinter Bronze lag, sollte das Mitteldistanzrennen der Wendepunkt werden. Stattdessen musste die Athletin wankend und gestützt von mehreren Betreuern von der Loipe gebracht werden.

Die medizinische Betreuung vor Ort konnte schnell eingreifen, und nach ersten Untersuchungen scheint keine ernsthafte Gefahr für Marchands Gesundheit zu bestehen. Dennoch wirft der erneute Rückschlag Fragen nach der weiteren Karriere der Ausnahmesportlerin auf, die seit über einem Jahrzehnt ihrem großen Traum von einer olympischen oder paralympischen Medaille hinterherjagt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration