Marchand kritisiert Paralympics-Bedingungen nach Schwächeanfall im Langlauf
Marchand kritisiert Bedingungen nach Paralympics-Aus

Marchand erklärt Schwächeanfall bei Paralympics: "Lichter langsam ausgegangen"

Die deutsche Skilangläuferin Kathrin Marchand hat nach ihrem vorzeitigen Aus bei den Paralympischen Winterspielen deutliche Kritik an den Organisatoren geäußert. Die 35-Jährige musste das 10-Kilometer-Rennen trotz klarem Bronzekurs abbrechen und zeigte sich im Nachhinein äußerst frustriert über die herrschenden Bedingungen.

Gesundheitliche Entwarnung, aber große Enttäuschung

Zwar gibt Marchand gesundheitlich Entwarnung, doch mit ihrem Rennabbruch und den äußeren Umständen hadert die Leverkusenerin deutlich. "Ich habe noch nie ein Rennen aufgegeben, das ärgert mich natürlich super, weil gerade diese Medaille wäre eigentlich auf jeden Fall drin gewesen", erklärte die Athletin. Besonders die Streckenverhältnisse kritisiert sie scharf: "Jetzt halt so scheiß Bedingungen zu haben: Ich verstehe nicht, warum nicht gesalzen wurde, weil es war wirklich eine Katastrophe."

Extreme Bedingungen fordern Tribut

Bei Temperaturen über zehn Grad Celsius und zeitweisem Sonnenschein war die Strecke extrem tief und anspruchsvoll. Marchand beschrieb ihren Kampf: "Ich hatte ziemlich zu kämpfen mit den Bedingungen. Ich hatte eigentlich nicht das Gefühl, dass ich jetzt komplett überpace. Aber ich habe schon auch nach dem zweiten Anstieg gemerkt, dass da einfach die Lichter langsam ausgehen."

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Gesundheitliche Vorgeschichte erschwerte Situation

Die besonderen Umstände wurden durch Marchands Gesundheitsgeschichte zusätzlich verschärft. Vor fünf Jahren erlitt die ehemalige Olympia- und Paralympics-Ruderin einen Schlaganfall, seitdem ist ihre linke Körperhälfte eingeschränkt. "Ich habe das linke Bein immer so kontrolliert über den Schnee heben müssen, das war einfach so anstrengend, und ich bin natürlich auch nicht unbedingt die Leichteste, die den Berg hochlaufen muss", schilderte die Sportlerin ihre zusätzliche Belastung.

Körperliche Reaktion machte Weiterfahren unmöglich

Am Ende des Rennens traten alarmierende Symptome auf: "Ich habe richtig Schwindel bekommen. Ich hab fast nichts mehr gesehen und meine linke Seite auch nicht mehr richtig gemerkt." Diese körperliche Reaktion machte eine Fortsetzung des Wettkampfs unmöglich. Marchand betonte: "Es war eigentlich keine Entscheidung, die ich getroffen habe, sondern es ging halt einfach nicht mehr."

Weitere Einsätze bei den Winterspielen möglich

Trotz der enttäuschenden Erfahrung zeigt sich Marchand pragmatisch: "Es ist natürlich ein unschönes Gefühl, aber naja, irgendwie geht es auch immer weiter." Die Athletin könnte bei den laufenden Winterspielen noch in der Staffel am Samstag sowie bei den abschließenden 20-Kilometer-Läufen am Sonntag zum Einsatz kommen und damit ihre Paralympics-Teilnahme doch noch zu einem positiven Abschluss bringen.

Die Diskussion über die Streckenpräparation bei wärmeren Temperaturen und die besonderen Anforderungen an paralympische Wettkämpfe wird durch Marchands Erfahrungen neue Nahrung erhalten. Die Frage nach angemessenen Bedingungen für alle Athleten rückt damit erneut in den Fokus der Sportorganisationen.

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