Olympia-Enttäuschung: Geschwisterliebe nach Halbfinal-Aus im Langlauf
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 erlebten Deutschlands Langläuferinnen eine bittere Enttäuschung. Im Klassik-Sprint am Dienstag schieden sowohl Laura Gimmler (32) als auch Coletta Rydzek (28) bereits im Halbfinale aus und verpassten damit das Podest. Vor allem für die jüngere der beiden Medaillenhoffnungen war das frühe Aus schwer zu verkraften.
Tränen der Enttäuschung und tröstende Geschwisterliebe
Während Coletta Rydzek in den TV-Interviews noch gefasst wirkte, brach die Emotion in der Athletenzone hervor. Dort wartete bereits ihr Bruder Johannes Rydzek (34), die Kombinierer-Legende und zweifache Olympiasieger. Der Sportler war nach seinem Sprungtraining für den anstehenden Wettkampf am Mittwoch extra ins Langlaufstadion von Tesero gekommen, um seiner Schwester die Daumen zu drücken.
Nach dem Halbfinal-Aus nahm Johannes Rydzek seine Schwester minutenlang in den Arm, redete ihr tröstend zu und spendete Trost. Deutlich sichtbar wischte die ergriffene Langläuferin anschließend Tränen unter ihrer Sonnenbrille weg. „Ziel war im Finale zu stehen. Natürlich ist die Enttäuschung da“, gab Coletta Rydzek zuvor zu Protokoll.
Neue Motivation für den Teamsprint
Doch die Sprinterin ist noch längst nicht fertig mit Olympia. Am 18. Februar steht der Teamsprint auf dem Programm, und dafür hat sie bereits neue Motivation geschöpft. „Wir haben ein gutes Niveau. Das haben wir gezeigt. Mit uns ist zu rechnen“, betont Rydzek. Auch Zimmerkollegin Laura Gimmler bekräftigt: „Wir haben hier noch eine Mission. Wir müssen das abhaken, locker bleiben und Olympia genießen.“
Die Unterstützung durch ihren Bruder bedeutet der Langläuferin dabei besonders viel. „Es war super schön, dass er heute da war. Das bedeutet mir super viel. Spätestens im Hotel gibt es eine fette Umarmung“, verriet sie bereits vor dem emotionalen Wiedersehen.
Skandinavische Dominanz im Sprint
Die Konkurrenz im Langlauf-Sprint ist allerdings enorm. Bereits im Damenwettbewerb feierten die schwedischen Athletinnen Linn Svahn (26), Jonna Sundling (31) und Maja Dahlquist (31) einen Dreifachsieg. Bei den Herren sicherte sich der norwegische Ski-Dominator Johannes Hoesflot Klaebo (29) zum dritten Mal in Folge Olympia-Gold im Sprint.
Für Klaebo war es bereits der siebte Olympiasieg insgesamt und nach dem Skiathlon am vergangenen Samstag der zweite bei den aktuellen Winterspielen. Silber ging an Ben Ogden (25) aus den USA, Bronze an Oskar Opstad Vike (22) aus Norwegen. Dem norwegischen Ski-König fehlt nur noch eine Goldmedaille, um mit den Rekord-Olympioniken Marit Bjoergen (45), Bjoern Daehli (58) und Ole Einar Björndalen (52) gleichzuziehen, die jeweils achtmal ganz oben auf dem Podest standen.
Für die deutschen Langläuferinnen bleibt die Hoffnung auf den Teamsprint am 18. Februar. Mit der Unterstützung durch Familie und Teamkolleginnen wollen Laura Gimmler und Coletta Rydzek ihre Enttäuschung hinter sich lassen und noch einmal alles geben.



