Deutsche Kombinierer bei Olympia ohne Medaillenhoffnungen
Die deutschen Kombinierer gehören traditionell zu den Medaillenanwärtern bei Olympischen Winterspielen, doch in diesem Jahr läuft es im italienischen Predazzo und Tesero nicht nach Plan. Nach dem Skispringen von der Großschanze haben die Athleten kaum noch realistische Chancen auf Gold, Silber oder Bronze.
Enttäuschende Platzierungen nach dem Springen
Johannes Rydzek liegt als bester Deutscher vor dem entscheidenden Langlaufrennen mit einem Rückstand von 1:23 Minuten auf den führenden Japaner Ryota Yamamoto nur auf Rang 15. Julian Schmid folgt mit 1:35 Minuten Rückstand. Für den Mitfavoriten Vinzenz Geiger wird es noch schwieriger: Der Olympiasieger von Peking startet von Platz 18 aus in die Loipe, ganze acht Sekunden nach Schmid.
Vinzenz Geiger zeigte sich nach seinem Sprung frustriert und nannte sowohl seine Leistung als auch die Bedingungen auf der Großschanze in Predazzo einen "Witz". Der 28-Jährige erklärte: "Ich war frustriert. Da kommt so etwas raus. Ich bin zwar ein positiver Mensch, aber die Medaillenplätze sind vergeben."
Internationale Konkurrenz deutlich vorne
Während die deutschen Kombinierer zurückliegen, sieht es für die internationalen Medaillenkandidaten deutlich besser aus. Der Österreicher Johannes Lamparter, der bereits Silber gewann, wurde Zweiter und hat nur acht Sekunden Rückstand auf Yamamoto. Der Norweger Jens Luraas Ofterbro liegt mit 0:22 Minuten Rückstand ebenfalls in einer guten Position, um nach der Kombination von der Normalschanze auch von der Großschanze Gold zu holen.
Das Langlaufrennen beginnt um 13:45 Uhr und wird in Deutschland sowohl in der ARD als auch bei Eurosport übertragen. Für die deutschen Kombinierer bleibt nur die Hoffnung auf eine überraschende Aufholjagd, doch die großen Rückstände machen Medaillen äußerst unwahrscheinlich.



