Nach Doping-Wirbel: Rebecca Passler vor Olympia-Comeback in Antholz
Die italienische Biathletin Rebecca Passler steht vor ihrem ersten offiziellen Training bei den Olympischen Winterspielen in Antholz, nachdem ein positiver Dopingtest für Aufregung gesorgt hatte. Ihre Teamkollegin Dorothea Wierer äußerte sich erleichtert über die Rückkehr der 24-Jährigen, die schwere Tage hinter sich habe.
Erleichterung im italienischen Team
„Wir freuen uns riesig, sie wieder bei uns zu haben“, sagte die ehemalige Gesamtweltcupsiegerin Wierer gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa. Die 35-jährige Athletin betonte, dass das Team nie an Passlers Unschuld gezweifelt habe, aber die öffentliche Debatte belastend gewesen sei. Die Entscheidung des Berufungsgerichts der nationalen Anti-Doping-Behörde Italiens ermöglicht Passler nun die Teilnahme an den Spielen.
Rechtlicher Hintergrund des Falls
Der Fall war ursprünglich an die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofs in Mailand verwiesen worden, bevor das italienische Gericht Passlers Antrag auf Aufhebung des Olympia-Ausschlusses stattgab. Passler war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar positiv auf Letrozol getestet worden, ein Medikament, das primär in der Krebsbehandlung eingesetzt wird.
Offene Fragen zum Staffel-Einsatz
Ob Passler am Mittwoch in der Frauenstaffel neben Stars wie Wierer und Lisa Vittozzi antreten wird, bleibt ungewiss. Eine Entscheidung soll bis Dienstag fallen. Wierer äußerte Bedenken, dass Passler in letzter Zeit wenig trainieren konnte, was ihre Einsatzchancen beeinträchtigen könnte. Letztlich liege die Entscheidung jedoch bei den Trainern.
Hintergrund der Verunreinigung
Passler argumentierte, dass der positive Test auf eine Verunreinigung zurückzuführen sei, da ihre Mutter an Brustkrebs leidet und das Medikament im Haushalt vorhanden war. Sie betonte, keine Schuld zu tragen. Dieser Umstand könnte bei der gerichtlichen Entscheidung eine Rolle gespielt haben.
Die Rückkehr von Rebecca Passler ins Training markiert einen wichtigen Schritt für das italienische Biathlon-Team, das nun hofft, die Kontroverse hinter sich zu lassen und sich auf die Wettkämpfe zu konzentrieren.



