Tankrabatt zeigt Wirkung: Spritpreise auf Zwei-Monats-Tief
Spritpreise sinken auf Tiefststand seit zwei Monaten

München – Der Tankrabatt scheint endlich an der Zapfsäule anzukommen. Die Spritpreise sind am Donnerstag auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten gefallen, wie der ADAC mitteilte. Ein Liter E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,984 Euro, während der Dieselpreis auf 2,025 Euro sank. Damit erreichte E10 den niedrigsten Wert seit dem 8. März, Diesel sogar ein Rekordtief seit dem 4. März.

Regionale Unterschiede bleiben groß

Allerdings gibt es starke regionale Unterschiede. Während in München und Köln am Morgen zahlreiche Tankstellen E10 für unter 1,90 Euro anboten, fanden sich in Berlin nur vereinzelt günstige Preise, in Hamburg kaum. Insgesamt ist Sprit weiterhin deutlich teurer als vor Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar. Ein Liter E10 kostet gut 20,6 Cent mehr als damals, Diesel sogar 27,9 Cent mehr.

ADAC und Ifo-Institut kritisieren unzureichende Weitergabe

Trotz sinkender Preise hält der ADAC Sprit für überteuert. Die Senkung der Energiesteuern um 17 Cent pro Liter komme an der Tankstelle noch nicht voll an. Auch das Münchner Ifo-Institut geht davon aus, dass der Tankrabatt nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben wird. Laut Ifo-Experte Florian Neumeier wurden am Donnerstag bei E10 nur 15 Cent und bei Diesel 14 Cent an die Autofahrer weitergegeben.

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Hoffnung durch fallende Ölpreise

Hoffnung machen die fallenden Ölpreise. Ein Barrel der Sorte Brent kostet derzeit rund 100 US-Dollar, während es vor einer Woche noch 110 US-Dollar waren. Sollte dieser Trend anhalten, könnten die Spritpreise weiter sinken und die Entlastung für Autofahrer zunehmen.

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