Skisprung-Star Raimund weist pöbelnde slowenische Fans deutlich zurecht
Raimund weist pöbelnde Slowenen-Fans deutlich zurecht

Skisprung-Star Philipp Raimund konfrontiert pöbelnde slowenische Fans nach Wettkampf

Der deutsche Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund hat nach dem Wettkampf von der Großschanze in Predazzo am Samstagabend eine unangenehme Begegnung mit slowenischen Fans erlebt. Die Anhänger des slowenischen Skisprungstars Domen Prevc versuchten, eine drei Wochen alte Rechnung stellvertretend mit Raimund zu begleichen – und gerieten dabei wortwörtlich an den Falschen.

Provokation in der Mixed Zone

Als Raimund nach seinem neunten Platz durch die Mixed Zone Richtung Journalisten stapfte, begannen slowenische Schlachtenbummler von den Stehplätzen aus, ihn auf Deutsch zu provozieren. "Nein! Nein! Nein!", riefen sie ihm hämisch und schadenfroh entgegen. Diese Worte waren eine gezielte Anspielung auf den Skiflug-WM-Vorfall Ende Januar in Oberstdorf, bei dem Weltverbands-Kontrolleur Hubert Mathis Domen Prevc den Zugang zum Absprung-Bereich verweigert hatte.

Raimund reagierte umgehend und deutlich angesäuert auf die unerwünschte Aufmerksamkeit: "Ich fand das ein bisschen unangenehm", sagte der Skisprungstar, "ich hatte damit ja absolut gar nichts am Hut." In der Tat hatte er mit dem Vorfall in Oberstdorf nichts zu tun, da der verantwortliche Kontrolleur Schweizer und nicht Deutscher ist.

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Raimunds klare Worte an die Fans

Mit seinem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn wandte sich Raimund direkt an die erregt-spöttischen Fans: "Ihr wisst schon, dass der Typ Schweizer ist?" Seine Kritik ging noch weiter: "Jetzt, wo Domen hier gewonnen hat, mir das hinterherzuwerfen, finde ich etwas unpassend. Komplett unnötig, das zeugt aber von menschlicher Schwäche."

Der Skisprungstar betonte jedoch ausdrücklich, dass er mit Domen Prevc selbst keinerlei Probleme habe: "Nee, ich bin mit dem Domen voll fein. Also, ich mag ihn sehr", sagte Raimund über seinen slowenischen Konkurrenten.

Kritik an übergriffigem Fan-Verhalten

Für Raimund steht ein größeres Problem im Raum: "Ich glaube, die Fans nehmen sich manchmal ein bisschen zu viele Rechte raus." Als Beispiel nannte er den Fall der erst 19-jährigen polnischen Skispringerin Pola Beltowska, die nach der verpassten Mixed-Medaille von polnischen "Fans" im Internet mit widerlichen Hassposts bedacht wurde.

Schon bei der vergleichsweise harmlosen Slowenen-Pöbelei war für Raimund mit seinen feinen Antennen sofort klar: "Nein! Nein! Nein!" – So geht es nicht! Der Skisprungstar positioniert sich damit deutlich gegen übergriffiges und respektloses Verhalten von Fans im Sport.

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