Ein riesiger Hecht sorgt in Polen für Aufsehen und könnte einen jahrzehntealten Rekord brechen. Der Angler Piotr Sobierajski zog einen 133 Zentimeter langen Raubfisch aus dem Solina-Stausee im Süden Polens. Damit würde er den bisherigen polnischen Hecht-Rekord von Marian Palawczyk aus dem Jahr 1970 übertreffen, der einen 130 Zentimeter langen und 20,80 Kilogramm schweren Hecht gefangen hatte. Die offizielle Anerkennung des neuen Rekords steht jedoch noch aus.
Der Fang im Solina-Stausee
Der Solina-Stausee, der 1968 angelegt wurde, ist mit einem Volumen von etwa 474 Millionen Kubikmetern der größte Stausee Polens. Er liegt beim Bieszczady-Nationalpark und erreicht Tiefen von bis zu 60 Metern. Hier gelang Sobierajski der Fang des monumentalen Hechts. Der Angler präsentierte seinen Fang stolz vor der Kamera seines Sohnes Wojciech, der in Polen eine bekannte Persönlichkeit ist.
Einflussreicher Sohn an seiner Seite
Wojciech Sobierajski ist nicht nur als Angler bekannt, sondern auch als Guinness-Weltrekordhalter in ungewöhnlichen Disziplinen. So hält er den Weltrekord im Triathlon über die olympische Distanz mit einer Zusatzlast von 50 Kilogramm in sechs Stunden und 34 Minuten. Zudem stellte er den polnischen Rekord im Ziehen eines Autos beim Gehen auf den Händen auf und den Weltrekord im Abschleppen eines Autos über einen Kilometer auf den Händen. Auch im Seilklettern ist er Rekordhalter: Er kletterte innerhalb einer Stunde 111 Mal ein fünf Meter langes Seil hoch.
Deutscher Hecht-Rekord
In Deutschland hält Lothar Louis den Hecht-Rekord. Er fing am 15. Oktober 1986 in einem Baggersee bei Bühl in Rheinmünster einen 25 Kilogramm schweren Hecht mit einer Länge von 136 Zentimetern. Der polnische Rekordfisch von Sobierajski ist mit 133 Zentimetern zwar etwas kürzer, aber dennoch beeindruckend.
Die offizielle Bestätigung des polnischen Rekords wird mit Spannung erwartet. Sollte sie erfolgen, wäre dies der erste neue Hecht-Rekord in Polen seit 56 Jahren.



