Letzter großer Wettkampf: Schmid hofft auf "ein Wunder"
Die deutsche Skispringerin Katharina Schmid geht mit gemischten Gefühlen in den letzten großen Wettkampf ihrer beeindruckenden Karriere. Vor der Entscheidung von der Normalschanze am Sonntag äußerte die siebenfache Weltmeisterin nur verhaltene Erwartungen, garniert mit einer Prise Humor.
Training verlief nicht nach Wunsch
Die aktuellen Trainingsergebnisse geben der 29-Jährigen wenig Grund zur Hoffnung auf eine Medaille. In den letzten drei Trainingsdurchgängen am Samstag belegte Schmid lediglich die Plätze 15, 30 und 14. "Ich komme einfach nicht klar. Ich komme mit meiner Position nicht durch den Radius. Es ist ganz komisch für mich", analysierte die Athletin selbstkritisch ihre derzeitige Form.
Die deutsche Fahnenträgerin, die nach dieser Saison ihre aktive Laufbahn beenden wird, zeigte sich dennoch nicht ohne Optimismus. "Ich hoffe auf ein Wunder. Vielleicht passiert etwas Cooles über Nacht. Vielleicht baut jemand die Schanze nochmal um", sagte Schmid mit einem Augenzwinkern im Vorfeld des Wettkampfes.
Deutsche Konkurrenz und internationale Favoritinnen
Während Schmid mit Formproblemen kämpft, präsentiert sich Teamkollegin Selina Freitag in deutlich besserer Verfassung. Die WM-Zweite platzierte sich in den Trainingseinheiten auf den respektablen Rängen neun, fünf und sieben und gilt damit als beste deutsche Medaillenhoffnung.
Die internationale Konkurrenz zeigt sich ebenfalls stark: Die Norwegerin Eirin Maria Kvandal gewann zwei der drei Trainingsdurchgänge, während Weltmeisterin Nika Prevc aus Slowenien den letzten Durchgang für sich entschied. Am Sonntag wird erstmals in der Geschichte eine Olympiasiegerin von der Großschanze gekürt, was dem Wettkampf zusätzliche historische Bedeutung verleiht.
Vorgeschichte und Ausblick
Schmid hatte bereits von der kleinen Schanze den 16. Platz belegt. Im anschließenden Mixed-Wettbewerb erhielten Selina Freitag und Agnes Reisch den Vorzug vor der erfahrenen Springerin.
Für Katharina Schmid bedeutet der Sonntagswettkampf nicht nur den letzten großen Einzelwettbewerb ihrer Karriere, sondern auch eine letzte Chance, ihre außergewöhnliche Laufbahn mit einem besonderen Ergebnis zu krönen. Ob das erhoffte Wunder tatsächlich eintreten wird, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung fällt am Sonntag um 18:45 Uhr, übertragen von ZDF und Eurosport.



