Nach Olympia-Debakel: Schwedische Presse verhöhnt Norwegen-Star Kristine Stavas Skistad
Die ohnehin schon intensive Konkurrenz zwischen Norwegen und Schweden im Skilanglauf hat erneut für erhebliche Aufmerksamkeit gesorgt. Nach dem Sprint-Finale bei den Olympischen Winterspielen wird die norwegische Athletin Kristine Stavas Skistad in der schwedischen Presse regelrecht auseinandergenommen.
Medienhäme nach enttäuschender Leistung
Während in Schweden der Olympia-Triumph von Linn Svahn ausgiebig gefeiert wird, konzentriert sich der Spott auf die norwegische Konkurrentin. Die renommierte Zeitung „Aftonbladet“ titelt in höhnischem Ton: „Merkwürdige Bilder – gab auf halber Strecke auf.“ In dem ausführlichen Artikel heißt es weiter: „Die norwegische Sprint-Ikone Kristine Stavas Skistad spricht regelmäßig darüber, wie sehr sie die schwedischen Läuferinnen schlagen möchte. Doch im olympischen Sprintfinale war sie am Dienstag lediglich eine Zuschauerin, die im Schneckentempo über die Ziellinie kam.“
Besonders bitter für die Norwegerin: Als sie als Fünfte endlich das Ziel erreichte, war Svahn bereits seit 29 Sekunden Olympiasiegerin. Dieser deutliche sportliche Klassenunterschied bietet reichlich Material für weitere Sticheleien und kontroverse Diskussionen.
Expressen schließt sich der Kritik an
Auch die angesehene Zeitung „Expressen“ spart nicht mit beißender Häme. In ihrem Bericht wird festgestellt: „Als die schwedischen Athletinnen am entscheidenden Anstieg das Tempo deutlich erhöhten, gab die Norwegerin plötzlich auf. Anschließend überquerte sie die Ziellinie nur noch im Schneckentempo.“ Diese scharfe mediale Reaktion hat jedoch eine längere Vorgeschichte, die das Verhältnis zwischen den nordischen Nationen zusätzlich belastet.
Vorgeschichte der Provokationen
Kristine Stavas Skistad gilt in schwedischen Kreisen seit längerer Zeit als bewusste Provokateurin. In der vergangenen Saison befeuerte sie die traditionelle Rivalität zwischen den beiden Nationen immer wieder selbst – sowohl durch eindeutige Gesten als auch durch öffentliche Aussagen. Nach bedeutenden Weltcup-Siegen verteilte sie demonstrativ Kusshände in Richtung ihrer schwedischen Konkurrentinnen und erklärte offen, wie sehr sie es genieße, die Schwedinnen zu besiegen.
Einmal äußerte sie sogar den kontroversen Satz: „Ich bin nicht so sensibel wie die Schweden“ – Worte, die jenseits der Grenze für erheblichen Ärger und Diskussionsstoff sorgten. Diese wiederholten Provokationen haben nun zu einer deutlichen Gegenreaktion geführt.
Legende Mogren verschärft die Situation
Nach ihrem sportlichen Einbruch bei den Olympischen Spielen nutzen Schwedens Medien die Gelegenheit zur deutlichen Abrechnung. Sogar die schwedische Langlauf-Legende Torgny Mogren gießt zusätzliches Öl ins Feuer. In einem klaren Statement urteilt er: „Sie hat eindeutig aufgegeben, das konnte jeder Beobachter erkennen. Bereits früh im Rennen sah es nicht so aus, als hätte sie etwas mit der Goldmedaille zu tun. Die Herausforderung war einfach zu hart für sie. Sie verfügt nicht über die notwendige Kapazität für diesen Wettbewerb.“
Norwegische Empörung über respektlosen Ton
In Norwegen sorgen diese scharfen Aussagen und der mediale Umgang für deutliche Empörung. Dort wird der aggressive Ton aus der schwedischen Presse als respektlos und unsportlich empfunden. Doch im prestigeträchtigen Duell der nordischen Nationen gilt auch die ungeschriebene Regel: Wer regelmäßig austeilt, muss ebenfalls einstecken können. Diese sportliche Rivalität wird die Beziehungen zwischen den beiden Ländern auch in Zukunft prägen und für weitere mediale Auseinandersetzungen sorgen.



