Olympia-Hass gegen Shiffrin: Ski-Star veröffentlicht erschütternde Online-Beleidigungen
Die US-amerikanische Skirennfahrerin Mikaela Shiffrin hat während der Olympischen Winterspiele 2026 in Cortina d’Ampezzo massiven Online-Hass erfahren. Die 29-jährige Sportlerin, die in Italien die Goldmedaille im Slalom gewann, veröffentlichte nun auf Instagram eine Auswahl der beleidigenden Nachrichten, die sie rund um das Sportereignis erhalten hat.
Erschütternde Hasskommentare im Netz
In ihrem Social-Media-Beitrag zeigt Shiffrin mehrere Kommentare, die in ihrer Brutalität erschüttern. Ein Nutzer schrieb: „Du bist ein verdammter Witz.“ Ein anderer forderte: „Bleib in Italien, du Schlampe.“ Besonders perfide war die Nachricht: „Es wäre so schade, wenn du dich verletzt und nie wieder Skifahren kannst.“ Sogar der Vorwurf des Verrats wurde laut: „Schäm dich, du Verräterin.“
Politische Äußerungen als möglicher Auslöser
Als möglicher Hintergrund für die Hasskampagne gelten Shiffrins politische Statements vor den Winterspielen. Die Skirennfahrerin wurde zur politischen Lage in den USA befragt und zitierte dabei Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela. Sie äußerte den Wunsch, durch Sport Werte wie Inklusion, Diversität und Freundlichkeit zu fördern.
Während der Spiele in Norditalien hielt sich Shiffrin bewusst von sozialen Medien fern. Ihr Team bestätigte, dass die Athletin die Hasskommentare in Cortina nicht selbst gesehen habe. Zudem wurden die Plattformbetreiber kontaktiert, um die beleidigenden Nachrichten löschen zu lassen.
Politisches Klima während Olympia 2026
Die Politik von US-Präsident Donald Trump und dessen Vorgehen gegen Migranten war während der Winterspiele ein kontrovers diskutiertes Thema. Viele Athleten äußerten sich kritisch – was in den USA wiederum den Vorwurf auslöste, sie seien keine Patrioten. Selbst Trump hatte sich in einem Online-Beitrag abfällig über einen Ski-Freestyler geäußert.
Sportliche Rehabilitation nach Peking-Enttäuschung
Sportlich setzte Mikaela Shiffrin in Cortina ein starkes Zeichen. Im Slalom gewann sie in dominanter Manier die Goldmedaille und rehabilitierte sich damit für die enttäuschenden Winterspiele 2022 in Peking. Damals war die Favoritin in mehreren Wettbewerben ohne Medaille geblieben.
Die Amerikanerin hatte in der Vergangenheit offen über den enormen Druck gesprochen, unter dem sie stand. Bei Großereignissen habe sie sich jahrelang vor Anspannung übergeben müssen – teilweise sogar unmittelbar vor ihren Rennen. Die aktuellen Hasskommentare stellen eine neue Dimension der Belastung für die Sportlerin dar.
Die Veröffentlichung der beleidigenden Nachrichten durch Shiffrin hat eine breite Diskussion über Online-Hass im Sport ausgelöst. Experten fordern strengere Maßnahmen gegen Cybermobbing und mehr Unterstützung für betroffene Athleten.



