Shiffrin verpasst erste Medaillenchance bei Olympia: Analyse nach Team-Enttäuschung
Die Slalom-Königin Mikaela Shiffrin hat bei den Olympischen Winterspielen ihre erste Medaillenchance verpasst. Gemeinsam mit Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson erreichte die US-Amerikanerin in der Team-Kombination in Cortina d'Ampezzo nur den enttäuschenden vierten Platz. Die große Frage lautet nun: Wiederholt sich das Drama von Peking 2022, als Shiffrin ohne Medaille nach Hause fuhr?
Ungewohnte Schwächen im Stangenwald
Die Weltcup-Dominatorin zeigte im technischen Slalom-Teil unerwartete Schwächen. Nachdem Johnson mit der besten Schussfahrt die Führung an Shiffrin übergeben hatte, patzte die 30-jährige Rekordhalterin und erzielte nur die 15.-beste Slalomzeit. Damit verlor sie auf die Silbermedaillengewinnerin Emma Aicher, die mit Kira Weidle-Winkelmann antrat, eine ganze Sekunde.
"Ich achte darauf, keine Ausreden zu suchen, aber es liegt an vielen verschiedenen Faktoren", analysierte Shiffrin nach dem Rennen. "Ich habe nicht die richtige Balance gefunden, um mein volles Tempo abzurufen." Die siebenfache Slalom-Weltcupsiegerin dieser Saison zeigte sich selbstkritisch, aber auch optimistisch für die kommenden Wettkämpfe.
Zeitdruck vor technischen Rennen
Die US-Amerikanerin steht nun unter Zeitdruck: "Ich muss in der kurzen Zeit bis zu den anderen technischen Rennen lernen, was ich tun und anpassen muss", erklärte Shiffrin. Sie fügte hinzu: "Ich kann aus diesem Tag etwas lernen, und das werde ich auch tun."
Die Zahlen sprechen normalerweise für Shiffrin:
- 108 Weltcupsiege insgesamt (Rekord)
- 71 Weltcupsiege im Slalom
- Sieben von acht Weltcup-Slaloms in dieser Saison gewonnen
- Bei ihrem "schwächsten" Auftritt in Kranjska Gora Anfang Januar wurde sie Zweite
Olympische Vergangenheit und Zukunft
Die Erinnerungen an Peking 2022 werden wach, als Shiffrin als große Favoritin angereist war und China ohne Medaille verließ. Allerdings hat die Skirennläuferin bereits olympischen Erfolg erfahren:
- 2014 triumphierte sie in Sotschi im Slalom
- 2018 gewann sie in Pyeongchang den Riesenslalom
Die kommenden technischen Rennen werden zeigen, ob Shiffrin aus der Team-Enttäuschung die richtigen Lehren ziehen kann. Die Skination blickt gespannt auf die nächsten Auftritte der Slalom-Legende, die trotz des Rückschlags ihre Lernfähigkeit und Anpassungsbereitschaft betont.



