Deutsche Skeleton-Frauen jubeln über Silber und Bronze bei Olympia 2026
Nach dem beeindruckenden Doppelerfolg der deutschen Skeleton-Männer mit Silber und Bronze haben nun auch die Frauen diesen Medaillensatz nachgelegt. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 im italienischen Cortina d'Ampezzo sicherten sich Susanne Kreher (27) und Jacqueline Pfeifer (31) die Plätze zwei und drei hinter der österreichischen Siegerin Janine Flock (36).
Krehers erster olympischer Erfolg
Für Susanne Kreher bedeuten die Olympischen Spiele in Cortina d'Ampezzo das Debüt auf der größten Bühne des Wintersports. Umso bemerkenswerter ist ihr direkter Sprung auf das Silberpodest. Noch im November desselben Jahres hatte die Athletin auf der identischen Olympia-Bahn im Weltcup-Rennen lediglich den zwölften Platz belegt. „Damals war ich total nervös und angespannt“, erinnert sich Kreher. „Es war der erste Weltcup der Saison, noch dazu auf der Olympia-Bahn.“
Seitdem hat sich vieles verbessert: Die angerissene Sehne im Fuß ist verheilt, am Material wurde intensiv getüftelt, und die mentale Einstellung stimmt. Kreher fasst es prägnant zusammen: „Mindset passt! Schlitten passt! Körper passt!“ Diese optimale Vorbereitung zahlte sich im Eiskanal von Cortina d'Ampezzo aus und bescherte der 27-Jährigen den ersten olympischen Medaillenerfolg ihrer Karriere.
Pfeifers Rückkehr an die Weltspitze
Für Jacqueline Pfeifer markiert die Bronzemedaille eine beeindruckende Rückkehr an die olympische Weltspitze. Acht Jahre nach ihrem Silbergewinn bei den Spielen in Pyeongchang – damals noch unter ihrem Mädchennamen Lölling – und nach enttäuschenden achten Platz in Peking 2022 durchlebte die 31-Jährige eine schwierige Phase. Sie wurde sogar zeitweise aus der Weltcup-Mannschaft genommen.
Doch Pfeifer gab nicht auf und kämpfte sich pünktlich zur Olympia-Saison zurück. Im November 2025 feierte sie auf der Olympia-Bahn in Cortina d'Ampezzo ihren ersten Weltcup-Sieg seit Januar 2021. Diese Rückkehr setzte sie nun mit Bronze bei den Olympischen Spielen fort. „Ich mag die Bahn sehr gern, habe einen guten Rhythmus gefunden, wobei ich im ersten Lauf sogar noch ganz schön gepatzt habe“, analysiert Pfeifer. „Da wollte ich noch zu viel. Aber ich weiß hier: Wenn ich die Bahn treffe, bin ich schnell.“
Deutsches Team vor Mixed-Wettbewerb
Das deutsche Skeleton-Team steht nach den Erfolgen der Frauen und Männer bereits bei je zweimal Silber und Bronze. Am kommenden Sonntag geht es mit dem Mixed-Team-Wettbewerb weiter, bei dem Deutschland mit zwei Duos antritt. Die Mannschaft „Deutschland 1“ bilden Silbergewinner Axel Jungk (34) mit Susanne Kreher, während „Deutschland 2“ aus Olympia-Drittem Christopher Grotheer (33) und Jacqueline Pfeifer besteht. Damit sind noch zwei weitere Medaillen möglich, wobei die stärkste Konkurrenz aus Großbritannien erwartet wird.
Der deutsche Doppelerfolg im Skeleton unterstreicht die Stärke des nationalen Verbands in dieser Disziplin und setzt ein beeindruckendes Ausrufezeichen vor dem finalen Mixed-Wettbewerb der Olympischen Winterspiele 2026.



