Skicross-Drama bei Olympia: Schweizer Ryan Regez kostet Tim Hronek Medaillenchance
Skicross-Drama: Regez kostet Hronek Olympia-Medaille

Skicross-Drama bei Olympia: Schweizer Ryan Regez kostet Tim Hronek Medaillenchance

Im Ski Cross der Olympischen Winterspiele 2026 in Livigno hat ein unsportlicher Regelverstoß des Schweizers Ryan Regez dem deutschen Hoffnungsträger Tim Hronek die Medaillenchance genommen. Der 30-jährige Bayer verlor im Halbfinale durch einen ausgefahrenen Arm von Regez entscheidend an Geschwindigkeit und Kontrolle, wodurch sich der Japaner Satoshi Furuno vorbeischieben und ins Finale einziehen konnte.

Emotionale Entschuldigung nach dem Foul

Ryan Regez zeigte sich nach dem Rennen niedergeschlagen und mit wässrigen Augen. Der 33-jährige Weltmeister und Olympiasieger von 2022 entschuldigte sich umgehend bei Hronek: „Es tut mir mega leid für ihn. Ich bin darauf nicht stolz und wenn ich es rückgängig machen könnte, würde ich es tun.“ Der Schweizer suchte sogar die Angehörigen des Deutschen auf, um sich auch bei ihnen zu entschuldigen.

Doch für Tim Hronek waren diese Worte nur ein schwacher Trost. „Er hat sich entschuldigt, aber ich habe ihm dann auch gesagt: Ryan, schön und gut. Aber davon kann ich mir halt gar nichts kaufen am Ende des Tages“, erklärte der enttäuschte Skicrosser. Hronek beendete das kleine Finale als Zweiter und damit als Gesamtsechster des Wettbewerbs.

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Kritik von ARD-Experte Tobias Müller

Der aktuell verletzte Skicrosser Tobias Müller polterte als ARD-Experte zu der umstrittenen Szene: „Das war einfach unsportlich und kostet den Timi den Finaleinzug oder die mögliche Medaille. Was soll man da jetzt noch sagen, so etwas habe ich noch nie erlebt.“ Regez wurde für seinen Regelverstoß bestraft und als Letzter des Halbfinals gewertet.

Der Schweizer zeigte sich nach der Sanktion einsichtig: „Das war sicher keine gute Werbung für den Sport, weil es einfach schmerzhaft zum Anschauen ist.“ Im Finale sicherte sich der Italiener Simone Deromedis die Goldmedaille, gefolgt von seinem Landsmann Federico Tomasoni und Alex Fiva aus der Schweiz.

Deutsche Enttäuschung und Zukunftshoffnungen

Neben Hronek verpassten auch die weiteren deutschen Starter Cornel Renn und Florian Fischer die Medaillenränge, nachdem sie bereits im Viertelfinale ausgeschieden waren. Einen Tag nach dem umjubelten Olympiasieg von Daniela Maier im Snowboardcross verpasste die deutsche Delegation damit einen glänzenden Abschluss in Livigno.

Doch Tim Hronek blickt bereits nach vorne: „Es geht weiter, so etwas macht mich nur stärker. Ich weiß, der hat Angst vor mir. Das ist im Ski Cross das Beste, was du haben kannst, wenn du bei den anderen im Kopf drin bist und die nächsten Rennen kommen.“ Neben Hronek und Maier gehören auch Florian Wilmsmann, der im kleinen Finale vor Hronek als Fünfter abschloss, zur Weltspitze.

Weitere Hoffnungsschimmer für den deutschen Wintersport kamen von Snowboardcross-Fahrer Leon Ulbricht und Slopestyle-Talent Annika Morgan, die im Livigno Snow Park auf sich aufmerksam machten. Am Ende steht für die deutsche Mannschaft jedoch nur die Goldmedaille von Daniela Maier zu Buche.

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