Skiflug-Qualifikation am Kulm: Norweger Östvold zum 15. Mal disqualifiziert
Bei der Qualifikation zum Skifliegen am Kulm im österreichischen Bad Mitterndorf sind erneut zwei norwegische Athleten wegen Unregelmäßigkeiten an ihren Anzügen disqualifiziert worden. Einen Tag vor dem Skiflug-Weltcup traf es mit Benjamin Östvold einen regelrechten Wiederholungstäter, der bereits zum 15. Mal in einem internationalen Wettkampf vorzeitig ausgeschlossen wurde.
Wiederholungstäter Östvold und Teamkollege Langmo betroffen
Der 25-jährige Benjamin Östvold, der aktuell auf Rang 34 in der Gesamtwertung steht, wurde seit dem Jahr 2019 nun zum 15. Mal disqualifiziert. Für den zweiten Wettkampf am Sonntag erhielt der Norweger die Rote Karte und ist somit nicht startberechtigt. Sein norwegischer Teamkollege Isak Andreas Langmo, der auf Rang 47 in der Gesamtwertung liegt, sowie der slowenische Springer Anze Lanisek, der Vierter in der Gesamtwertung ist, wurden bereits vor ihren Sprüngen von den Materialkontrolleuren aus dem Verkehr gezogen.
Brisanter Hintergrund: Norwegischer Anzug-Skandal
Die Thematik ist besonders brisant, da das norwegische Skisprung-Team bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr systematisch betrogen hatte. Der Anzug-Skandal hatte die gesamte Wintersport-Welt erschüttert. Cheftrainer Magnus Brevig und weitere Verantwortliche wurden nach der Entdeckung im März 2025 hart bestraft und für 18 Monate gesperrt. Diese jüngsten Disqualifikationen werfen erneut ein Schlaglicht auf die anhaltenden Probleme im norwegischen Team.
Die Qualifikation am Kulm zeigt, dass trotz der strengen Strafen weiterhin Unregelmäßigkeiten auftreten. Die Materialkontrollen werden vor dem Hintergrund des vergangenen Skandals mit besonderer Sorgfalt durchgeführt, um die Integrität des Sports zu wahren. Die Disqualifikation von Östvold, einem etablierten Athleten, unterstreicht die Notwendigkeit konsequenter Maßnahmen gegen Regelverstöße.



