Skiflug-Weltcup: Raimund mit solidem Auftritt in der Qualifikation
Der deutsche Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund hat sich bei der Rückkehr auf die Schanze nach seinen goldenen Tagen von Val di Fiemme in solider Form präsentiert. Allerdings muss sich der Oberstdorfer beim Skiflug-Weltcup in Bad Mitterndorf für seinen ersten Weltcuperfolg noch deutlich steigern. In der Qualifikation vom Riesenbakken am Kulm in der Steiermark kam Raimund mit einem Flug auf 206,0 Meter auf Platz 17 und wackelte dabei deutlich bei der Landung.
Embacher als bester Springer in der Vorentscheidung
Bester in der Vorentscheidung für den Wettkampf am Samstag war der österreichische Super-Team-Olympiasieger Stephan Embacher mit einer Weite von 219,0 Metern. Der slowenische Weltmeister Domen Prevc landete auf Platz drei und zeigte damit ebenfalls eine starke Leistung. Aus dem deutschen Team konnten sich vor Raimund noch Karl Geiger auf Platz 12 und Andreas Wellinger auf Platz 15 platzieren.
Auch Pius Paschke (29.), Luca Roth (35.) und Felix Hoffmann (36.) erreichten den Wettkampf, allerdings ohne besonderen Glanz. Die Qualifikation verlief für die deutschen Springer insgesamt durchwachsen und lässt noch Luft nach oben für die kommenden Wettbewerbe.
Disqualifikationen und Absagen sorgen für Schlagzeilen
Für Negativschlagzeilen sorgten erneut die norwegischen Springer, von denen zwei wegen Unregelmäßigkeiten am Anzug disqualifiziert wurden. Besonders betroffen war Benjamin Östvold, dem dies bereits zum 15. Mal seit 2019 in einem internationalen Wettkampf passierte. Auch der Slowene Anze Lanisek wurde am Freitag aus dem Verkehr gezogen und kann nicht am Wettkampf teilnehmen.
Nicht am Start waren zudem zwei dreifache Medaillengewinner der vergangenen Winterspiele. Der Pole Kacper Tomasiak, der auf der Normalschanze Zweiter hinter Raimund wurde, setzt beim Skiflugen aus und startet stattdessen in der kommenden Woche bei der Junioren-WM in Lillehammer. Der Japaner Ren Nikaido konnte wegen Problemen am Flughafen in Tokio nicht rechtzeitig anreisen. Weiterhin fehlt der österreichische Super-Team-Olympiasieger Jan Hörl wegen Rückenbeschwerden.
Der Wettkampf am Samstag um 13:30 Uhr verspricht spannende Flüge und wird live in der ARD und auf Eurosport übertragen. Die deutschen Springer haben noch die Chance, sich zu verbessern und an die Spitze heranzukommen.



