Skisprung-Bundestrainer-Suche: Die Entscheidung rückt näher
Die lang erwartete Ernennung eines neuen Skisprung-Bundestrainers für das deutsche Team lässt weiter auf sich warten. Der Deutsche Skiverband hatte ursprünglich angekündigt, den Nachfolger für den scheidenden Chefcoach Stefan Horngacher „wahrscheinlich im März“ vorzustellen. Dieser Zeitplan konnte jedoch nicht eingehalten werden, wie nun bekannt wurde.
Sportdirektor gibt Update zur Personalsuche
Am Rande des Weltcup-Finales in Planica äußerte sich Sportdirektor Horst Hüttel im ZDF zur aktuellen Situation. „Wir stehen direkt vor der Zielgeraden, aber wir sind noch nicht drüber“, erklärte Hüttel. Er betonte, dass noch einige Details besprochen werden müssten, bevor eine offizielle Entscheidung verkündet werden könne.
Der Sportdirektor wies darauf hin, dass bei der Auswahl des neuen Bundestrainers „die Seriosität und das Inhaltliche“ im Vordergrund stünden. Ein konkreter Zeitdruck bestehe nicht, doch Hüttel versicherte: „Es wird nicht mehr lange dauern.“ Die erhoffte Klärung der Personalfrage noch vor Saisonende blieb damit aus.
Kandidaten im Fokus der Verhandlungen
Ursprünglich galt der Österreicher Thomas Thurnbichler als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge seines Landsmanns Horngacher. Aktuelle Informationen deuten jedoch darauf hin, dass Thurnbichler vorzieht, als Coach des deutschen B-Kaders weiterzuarbeiten.
Nun rückt ein anderer Name in den Mittelpunkt der Diskussionen: Der Pole Grzegorz Sobczyk, der aktuell für den bulgarischen Springer Wladimir Sografski verantwortlich ist. Sografski trainiert als sogenanntes „Ein-Mann-Team“ regelmäßig mit den deutschen Athleten, was Sobczyks Erfahrung im deutschen Umfeld besonders relevant erscheinen lässt.
Horngachers letzter Einsatz als Bundestrainer
Stefan Horngacher absolvierte am Sonntag in Planica seinen letzten offiziellen Einsatz als Chefcoach des deutschen Skisprungteams. Damit endet eine Ära, während gleichzeitig die Suche nach einem würdigen Nachfolger in die entscheidende Phase tritt.
Die Verantwortlichen des Deutschen Skiverbands betonen, dass sie bei dieser wichtigen Personalentscheidung keine übereilten Schritte unternehmen wollen. Die gründliche Prüfung aller Kandidaten und die Ausarbeitung tragfähiger Vertragsbedingungen haben Priorität, auch wenn dies bedeutet, dass sich die Ankündigung etwas verzögert.



