Erneutes Slalom-Drama um Lena Dürr: Aus am ersten Tor bei Olympia in Italien
Skirennfahrerin Lena Dürr hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien ein weiteres sportliches Drama erlebt. Trotz einer hervorragenden Ausgangslage verpasste die 34-Jährige im Slalom eine mögliche Medaille und schied im entscheidenden zweiten Durchgang bereits am ersten Tor aus.
Vier Jahre nach Peking: Wiederholt sich die Tragödie?
Vor vier Jahren bei den Spielen in Peking hatte Dürr als Führende in den zweiten Slalom-Lauf gehen können, fiel jedoch noch auf den vierten Rang zurück und verpasste so eine Olympia-Medaille. In Cortina d'Ampezzo schien sich die Münchnerin zunächst von diesem Rückschlag erholt zu haben. Als Zweitplatzierte des ersten Laufs ging sie mit guten Medaillenchancen in das Finale, doch dann kam das erneute Unglück.
Das deutsche Alpin-Team beendet die Spiele in Norditalien mit zwei Medaillen, die beide von den Frauen errungen wurden. Während die deutschen Skifahrerinnen teilweise famose Leistungen zeigten, blieben die Männer in ihren Wettbewerben in Bormio erneut ohne Edelmetall.
Shiffrin triumphiert über Olympia-Trauma
Während Dürr erneut enttäuschte, feierte US-Superstar Mikaela Shiffrin einen überlegenen Sieg. Die 30-Jährige krönte sich mit 1,50 Sekunden Vorsprung zur Olympiasiegerin und besiegte damit ihr persönliches Olympia-Trauma. Bei den Spielen 2022 in China war sie bei sechs Starts ohne Medaille geblieben.
Silber ging an die Schweizerin Camille Rast, während sich die Schwedin Anna Swenn Larsson die Bronzemedaille sicherte. Für Shiffrin bedeutet dieser Sieg die vierte Olympia-Medaille ihrer beeindruckenden Karriere.
Deutsche Bilanz: Aicher auf Rang neun
Dürrs Teamkollegin Emma Aicher, die in der Abfahrt und in der Team-Kombination mit Kira Weidle-Winkelmann jeweils Silber geholt hatte, belegte im Slalom den neunten Rang. Für Lena Dürr bleibt der bislang größte Einzelerfolg ihrer Karriere die WM-Bronzemedaille aus dem Jahr 2023.
Die Ereignisse in Cortina d'Ampezzo markieren einen weiteren Tiefpunkt in Dürrs olympischer Laufbahn. Nach dem verpassten Podestplatz in Peking und den enttäuschenden Leistungen im Riesenslalom, in dem sie am Sonntag Neunte geworden war, setzt sich die Serie der verpassten Chancen fort.



