Abschied nach Olympia: Snowboarderin Cheyenne Loch beendet Karriere
Die deutsche Snowboarderin Cheyenne Loch hat ihre aktive Karriere mit sofortiger Wirkung beendet. Der Grund für diesen Schritt ist eine Schwangerschaft, wie der Sportverband Snowboard Germany in einer Mitteilung bekannt gab. Die 31-jährige Oberbayerin aus Schliersee verzichtet damit auf die verbleibenden Events des aktuellen Weltcup-Winters.
Letztes Rennen bei Olympischen Winterspielen
Ihr finales Elite-Rennen absolvierte Loch beim Parallel-Riesenslalom während der Olympischen Winterspiele in Livigno, wo sie den 15. Platz belegte. „Ich freue mich auf alles, was jetzt kommt“, erklärte die Sportlerin. „Die Entscheidung, wann ich diesen Schritt mache, wurde mir abgenommen. Ich wäre diese Saison gerne noch fertig gefahren. Aber mein Körper meldet mir zurück, dass das zu viel ist.“
Seit dem Jahr 2011 war Cheyenne Loch im Snowboard-Weltcup unterwegs und konnte dabei beachtliche Erfolge verzeichnen:
- Neun Podestplatzierungen in Weltcup-Rennen
- Teilnahme an sechs Weltmeisterschaften
- Erstmalige Olympia-Teilnahme im Jahr 2026
Karriere mit Höhen und Tiefen
Die Laufbahn der Snowboarderin war geprägt von Erfolgen, aber auch von zahlreichen Verletzungen. Bereits im Jahr 2021 hatte Loch ihre Karriere für beendet erklärt, nachdem sie zwei Kreuzbandrisse und dauerhafte Sprunggelenkblessuren erlitten hatte. Doch sie kehrte 2022 überraschend zurück und schaffte schließlich die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele.
Andreas Scheid, Sportdirektor bei Snowboard Germany, zeigte sich beeindruckt von Lochs Resilienz: „Das ist der beste Grund für ein Karriereende. Cheyenne hatte mit ihren Verletzungen viele schwierige Momente. Ich habe großen Respekt, wie sie immer wieder zurückgekommen ist. Von dieser Resilienz wird sie in ihrer Mama-Rolle profitieren.“
Zukunft als Trainerin möglich
Der Verband hofft auf ein Wiedersehen mit der erfahrenen Sportlerin. Da Loch bereits erste Erfahrungen als Trainerin gesammelt hat, wäre eine Rückkehr zu Snowboard Germany in dieser Funktion denkbar. „Wir würden uns freuen, sie irgendwann wieder bei Snowboard Germany zu sehen“, so Scheid weiter.
Mit ihrem Karriereende schließt Cheyenne Loch ein Kapitel ab, das von Durchhaltevermögen und Leidenschaft für den Snowboardsport geprägt war. Während sie sich nun auf ihre neue Rolle als Mutter vorbereitet, bleibt ihr letztes Rennen bei Olympia als würdiger Abschluss einer bewegten Sportlerkarriere in Erinnerung.



