Hauchdünne Entscheidung beim Slalom in Slowenien
In einem äußerst knappen Rennen mit minimalen Zeitabständen hat der deutsche Skirennläufer Linus Straßer beim Weltcup-Slalom im slowenischen Kranjska Gora nur denkbar knapp eine Podiumsplatzierung verpasst. Der Münchner verfehlte den dritten Rang um lediglich 0,05 Sekunden, während der Sieg sogar nur 0,09 Sekunden entfernt lag. Nach seinem ersten Weltcup-Start nach den Olympischen Spielen zeigte Straßer eine starke Aufholjagd im zweiten Lauf, bei der er sich vom zehnten auf den fünften Platz verbesserte.
Straßer zeigt sich kämpferisch trotz knapper Niederlage
"Sehr, sehr enges Rennen, fünfter Platz, coole Platzierung", kommentierte der 33-Jährige seine Leistung und fügte selbstkritisch hinzu: "Da wäre auch der Sieg oder das Podium drin gewesen, keine Frage." In der aktuellen Saison gelang Straßer bisher nur ein Podestplatz als Dritter beim Slalom in Kitzbühel. Bei den Olympischen Spielen belegte er den neunten Rang und sorgte anschließend mit seiner Kritik an der Stimmung in Bormio für Diskussionen.
McGrath siegt im Fotofinish vor Kristoffersen
Bei frühlingshaften Temperaturen in den slowenischen Alpen setzte sich der Norweger Atle Lie McGrath mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,01 Sekunden vor seinem Landsmann Henrik Kristoffersen durch. Auf dem dritten Platz folgte der für Brasilien startende Riesenslalom-Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen mit weiteren 0,03 Sekunden Rückstand, der am Vortag bereits den Riesenslalom gewonnen hatte.
McGrath hatte bei den Olympischen Spielen für eine der denkwürdigsten Szenen gesorgt: Als Führender im Slalom-Finale stürzte er und fuhr unmittelbar danach in den Wald neben der Piste. Im Kampf um den Gesamtsieg im Slalom-Weltcup hat der WM-Zweite von 2025 nun die beste Ausgangsposition: Vor dem letzten Rennen beim Finale im norwegischen Hafjell führt er mit 41 Punkten Vorsprung auf Braathen und 77 Punkten vor dem Franzosen Clement Noel.
Spannende Ausgangslage vor Weltcup-Finale
Die äußerst knappen Zeitabstände in Kranjska Gora unterstreichen die hochklassige Konkurrenz im alpinen Skisport. Mit nur wenigen Hundertstelsekunden Unterschied zwischen den Top-Platzierungen bleibt der Kampf um die Weltcup-Gesamtwertung bis zum letzten Rennen völlig offen. Die engen Entscheidungen zeigen die enorme Leistungsdichte in der aktuellen Slalom-Elite und versprechen ein packendes Finale in Norwegen.



