Rodel-Olympia: Taubitz vor Gold-Gewinn - Fräbel verpasst nach Startfehlern
Taubitz vor Olympia-Gold - Fräbel patzt schwer

Rodel-Olympia: Taubitz vor historischem Gold-Gewinn - Fräbel verpasst nach Startfehlern

Die deutsche Rodel-Weltmeisterin Julia Taubitz steht unmittelbar vor dem größten Triumph ihrer Karriere. Beim olympischen Wettbewerb in Cortina d'Ampezzo führt die 29-Jährige vom WSC Oberwiesenthal nach drei von vier Läufen mit einem komfortablen Vorsprung von 0,704 Sekunden auf die lettische Konkurrentin Elina Bota. Damit ist der Olympiasieg für die Erzgebirgerin greifbar nahe.

Fataler Patzer beendet Fräbels Medaillenträume

Ganz anders verlief der Wettkampf für ihre Teamkollegin Merle Fräbel. Die Europameisterin aus Suhl, die noch am ersten Wettkampftag ein packendes Duell mit Taubitz lieferte, patzte im dritten Lauf schwer. Nach einem misslungenen Start und einer folgenschweren Berührung der Banden verlor die Olympia-Debütantin wertvolle Zeit und liegt nun mit fast eineinhalb Sekunden Rückstand außerhalb der Medaillenränge.

Interessanterweise hatte Fräbel bereits 24 Stunden vor ihrem Fehler auf die Schwierigkeiten der Startrampe hingewiesen. „Also nicht schwierig, aber mir ist es im Training auch schon passiert. Deswegen möchte ich da jetzt nicht drüber herziehen“, erklärte die Thüringerin damals. Ihre Befürchtungen sollten sich leider bewahrheiten.

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Taubitz im goldenen Flow

Julia Taubitz präsentiert sich dagegen in absoluter Topform. Nachdem sie bereits im ersten Lauf einen Bahnrekord aufstellte, unterbot sie im zweiten Durchgang ihre eigene Bestmarke erneut. „Der zweite Lauf war supergeil. Da war ich so im Flow drin“, schwärmte die Weltmeisterin, die bei den letzten Spielen in Peking noch gestürzt war und als Siebte enttäuschte.

Die aktuelle Zwischenplatzierung nach drei Läufen:

  • 1. Julia Taubitz (Deutschland)
  • 2. Elina Bota (Lettland) +0,704 Sekunden
  • 3. Ashley Farquharson (USA)
  • Merle Fräbel (Deutschland) +1,5 Sekunden
  • Anna Berreiter (Deutschland) abgeschlagen

Deutsche Dominanz mit Ausnahme

Während Taubitz ihre Führungsposition souverän verteidigte, konnten die anderen deutschen Starterinnen nicht mithalten. Anna Berreiter aus Berchtesgaden, die 2022 in Peking olympisches Silber gewann, liegt ebenfalls deutlich zurück. Damit bleibt Julia Taubitz die einzige deutsche Hoffnungsträgerin im Medaillenrennen.

Der vierte und entscheidende Lauf wird zeigen, ob Taubitz ihren Vorsprung ins Ziel retten kann und damit den ersten deutschen Olympiasieg im Damen-Rodeln seit langer Zeit einfährt. Für Merle Fräbel bleibt nur die Hoffnung auf eine starke Abschlussleistung, um zumindest eine respektable Platzierung zu erreichen.

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