Emotionale Stunden für Freestyle-Superstar Eileen Gu nach Olympia-Triumph
Der größte sportliche Triumph ihres Lebens wurde für die chinesische Freestyle-Skifahrerin Eileen Gu von einer erschütternden persönlichen Nachricht überschattet. Bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo, Italien, hatte die 22-Jährige gerade ihre dritte Goldmedaille gewonnen, als sie die traurige Nachricht erreichte: Ihre geliebte Großmutter war verstorben.
Gold-Gala mit anschließendem Schockmoment
Zunächst strahlte Eileen Gu bei der Medaillenzeremonie noch über das ganze Gesicht. Mit einem beeindruckenden Score von 94,75 Punkten hatte sie den Halfpipe-Wettbewerb im Ski-Freestyle überlegen gewonnen und sich vor ihrer Landsfrau Fanghui Li sowie der Britin Zoe Atkin durchgesetzt. Die junge Athletin demonstrierte der Welt einmal mehr, was das Frauen-Skifahren derzeit zu bieten hat.
Doch die Freude währte nur kurz. Mit deutlicher Verspätung erschien Gu zur Siegerinnen-Pressekonferenz – und die Gründe dafür waren herzzerreißend. „Der Grund für meine Verspätung ist, dass ich gerade erfahren habe, dass meine Großmutter verstorben ist“, erklärte die sichtlich mitgenommen Sportlerin mit Tränen in den Augen.
Emotionale Worte über eine prägende Bezugsperson
Während der gesamten Pressekonferenz kämpfte Gu immer wieder mit der Fassung, als sie über ihre Großmutter sprach. „Sie war ein sehr wichtiger Teil meines Lebens, als ich aufwuchs, und jemand, zu dem ich sehr aufgeschaut habe“, sagte die Olympiasiegerin. „Sie war so eine Kämpferin, war so mutig und hat ihr Leben immer selbst in die Hand genommen.“
Die enge Bindung zwischen Enkelin und Großmutter wurde besonders deutlich, als Gu ein persönliches Versprechen offenbarte: „Das letzte Mal, dass ich sie vor den Olympischen Spielen gesehen habe, war sie sehr krank. Ich habe ihr nicht versprochen, dass ich gewinnen würde, aber ich habe ihr versprochen, dass ich mutig sein würde, so wie sie mutig war.“
Ein Versprechen als sportliche Motivation
Dieses Versprechen an ihre Großmutter habe Gu während ihrer gesamten Karriere begleitet und motiviert. „Deshalb spreche ich immer wieder davon, auf mich selbst zu setzen, mutig zu sein und Risiken einzugehen. Das geht tatsächlich auf das Versprechen zurück, das ich meiner Großmutter gegeben habe“, erklärte die Athletin.
Trotz des persönlichen Verlusts zeigte sich Gu dankbar, dass sie ihr Versprechen einhalten konnte: „Ich bin sehr froh, dass ich dieses Versprechen einhalten konnte und hoffe, dass sie stolz auf mich ist. Aber es ist auch eine sehr schwierige Zeit für mich.“
Bittersüßer Olympia-Moment
Was eigentlich der Höhepunkt einer sportlichen Karriere hätte sein sollen, entwickelte sich für Eileen Gu zu einem emotionalen Zwiespalt. Einerseits der Triumph über die dritte Goldmedaille bei Olympischen Spielen, andererseits der schmerzhafte Verlust einer wichtigen Bezugsperson.
Die Szene bei der Pressekonferenz in Cortina d'Ampezzo bleibt als einer der bewegendsten Momente der Winterspiele 2026 in Erinnerung – ein Beweis dafür, dass selbst die größten sportlichen Erfolge manchmal von persönlichen Schicksalsschlägen überschattet werden können.



