Starke Aufholjagd von Vanessa Voigt beim Biathlon-Weltcup-Finale
Die deutschen Biathletinnen haben sich nach dem schwachen Sprint beim Weltcup-Finale am Holmenkollen deutlich verbessert und wichtige Punkte eingefahren. Vanessa Voigt gelang mit einer beeindruckenden Aufholjagd ein Spitzenergebnis in der Verfolgung. Die 28-Jährige lief dank fehlerfreiem Schießen von Rang 16 auf sechs nach vorne und kam auf den 10 Kilometern bis auf 49 Sekunden ans Podest heran.
Deutsche Biathletinnen zeigen deutliche Steigerung
Generell zeigten sich die Athletinnen des Deutschen Skiverbandes (DSV) gegenüber dem enttäuschenden Sprint stark verbessert. Julia Tannheimer machte mit der besten Laufzeit zwölf Plätze gut und landete trotz drei Strafrunden auf Rang zehn. Selina Grotian lief mit ihrem stärksten Saisonrennen von Platz 26 auf 14 nach vorne und blieb dabei fehlerfrei. Auch Janina Hettich-Walz zeigte als 16. einen soliden Wettkampf mit drei Strafrunden.
Voigt gelang dabei die zweitbeste Zeit des Tages. Damit dürfte dem deutschen Team der wichtige fünfte Rang in der Nationenwertung kaum noch zu nehmen sein. Die Leistung unterstreicht die positive Entwicklung der deutschen Biathletinnen zum Saisonende.
Jeanmonnot sichert sich kleine Kristallkugel
Im Rennen um die Siegerplätze setzte sich Sprintsiegerin Hanna Öberg durch, die trotz drei Strafrunden auch das Jagdrennen in einem packenden Finish gegen die Französin Julia Simon gewann. Dritte wurde ihre Schwester Elvira Öberg mit einer Strafrunde.
Die bereits feststehende Gesamtweltcupsiegerin Lou Jeanmonnot sicherte sich mit Rang vier auch noch die kleine Kristallkugel in der Verfolgung und zog in der Disziplinwertung an der Finnin Suvi Minkkinen vorbei. Damit komplettierte die Französin ihre erfolgreiche Saison mit einem weiteren Titel.
Deutsches Team wartet weiter auf ersten Saisonerfolg
Das deutsche Team wartet damit weiter auf den ersten Saisonerfolg. Erstmals in der Geschichte droht ein Winter ohne Weltcupsieg für die deutschen Biathleten. Zum Abschluss des Weltcup-Finales stehen am Sonntag traditionell die Massenstarts von Frauen und Männern an.
In der Folge geht es in eine gut achtmonatige Sommerpause, ehe am 26. November in Kontiolahti die nächste Weltcup-Saison beginnt. Die deutschen Athleten werden diese Zeit nutzen, um ihre Leistungen weiter zu verbessern und im kommenden Winter wieder an die Spitze zurückzukehren.



