Lindsey Vonn: Horrorsturz bei Olympia und Kampf um ihr Bein
Vonn: Horrorsturz bei Olympia und Kampf um Bein

Lindsey Vonn: Der schwere Sturz bei Olympia und seine dramatischen Folgen

Die ehemalige Skirennläuferin Lindsey Vonn hat bei den Olympischen Spielen nicht nur einen sportlichen Tiefschlag erlitten. Ihr schwerer Sturz führte zu einer komplexen Verletzung, die beinahe tragische Konsequenzen gehabt hätte. Anderthalb Monate nach dem Vorfall sind die Spuren des Unfalls noch deutlich sichtbar, doch Vonn zeigt sich öffentlich selbstbewusst und voller Energie.

Der Moment des Sturzes und die unmittelbaren Folgen

„Mein Bein war gebrochen. Meine Ski waren noch dran“, erinnert sich Lindsey Vonn an den schicksalhaften Moment. Die US-Amerikanerin beschreibt die Situation nach dem Sturz als äußerst bedrohlich: „Mein Bein war verdreht, ich konnte die Ski nicht ausziehen. Ich konnte mich nicht bewegen und habe um Hilfe geschrien.“ Sie wurde umgehend per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wo sich das volle Ausmaß der Verletzung offenbarte.

Die Diagnose lautete auf eine schwere Schienbeinfraktur, bei der der Knochen in mehrere Teile zerbrochen war. Die Pflaster an ihrem Bein, die auf dem Cover der Vanity Fair zu sehen sind, erinnern noch immer an diese traumatische Erfahrung.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Extreme Schmerzen und die Gefahr des Kompartmentsyndroms

Die Schmerzen nach dem Sturz waren so intensiv, dass selbst starke Schmerzmittel keine Linderung brachten. Während einer Untersuchung im Computertomografen hörten die Medikamente plötzlich auf zu wirken. „Ich schrie aus voller Kehle: Holt mich hier raus! Es wollte einfach nicht nachlassen. Es hörte nicht auf. Das hat sich mir tief ins Gehirn eingebrannt“, schildert die viermalige Gesamtweltcupsiegerin die qualvollen Momente.

Noch bedrohlicher war die Entwicklung eines sogenannten Kompartmentsyndroms. Dabei entsteht ein gefährlich hoher Druck im Gewebe, der Nerven zerstört und die Blutversorgung behindert. Ihr Arzt Tom Hackett erklärte in der Vanity Fair: „Es bestand eine große Gefahr, dass sie ihr Bein verliert.“ Die Skirennläuferin sprach nicht auf riesige Mengen an Betäubungsmitteln wie Fentanyl, Morphin oder Oxycodon an, was die Situation zusätzlich verschärfte.

Fünf Operationen und der lange Weg der Rehabilitation

Insgesamt musste Lindsey Vonn nach dem Sturz fünfmal operiert werden, bevor sie nach zwei Wochen aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte. Heute arbeitet sie täglich hart in der Rehabilitation, um wieder vollständig gesund zu werden. Die 41-Jährige ärgert sich über den plötzlichen Wendepunkt in ihrer Karriere: „Ich war die Nummer eins der Welt und möglicherweise auf dem Weg zu einer olympischen Medaille. Jetzt sitze ich im Rollstuhl.“

Trotz der schweren Verletzung schließt Vonn ein Comeback im Skisport nicht aus. „Ich will keine Tür zumachen, weil man nie weiß, was noch passiert. Ich wollte nicht, dass meine Karriere so endet“, erklärt die erfahrene Athletin. Ihre Entschlossenheit und ihr Kampfgeist bleiben ungebrochen, auch wenn der Weg zurück auf die Piste noch lange und beschwerlich sein wird.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration